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08. Oktober 2007

Copyright auf Buchpreisen Harvard erteilt Nachhilfe für Uni-Buchshop

ISBN-Nummern und Preisangaben auf Büchern sei das geistige Eigentum des Bücherladens, so die gewagte These des Coop-Buchshops in Harvard. Um zu verhindern, dass Studierende Preise online mit seinen Ladenpreisen vergleichen, warf er Leute kurzerhand aus dem Laden, die zu viele Notizen machten. Nun erhält er ein wenig Rechtsnachhilfe von der Uni-Zeitschrift The Crimson.

Seine externer Link in neuem Fenster folgtVorgehensweise sei mitnichten vom Copyright gedeckt, denn um ein solches zu bekommen, brauche es einer gewissen Schöpfungshöhe, so die externer Link in neuem Fenster folgtAutoren im Crimson. Immerhin, Copyright sei das "legale Geschütz der Mode" geworden, habe aber seine Grenzen, weswegen man im Coop doch bitte die Jura-Bücher auch einmal lesen solle, die man dort zum Kauf anbietet.

Denn mit dem Verweis auf unbegründete Eigentumsansprüche ist es leicht peinlich, die Polizei zu rufen, so die Harvard-Autoren - und man gestehe dem Shop zwar jedes Recht der Welt zu, Kunden hinauszuwerfen - wenn man dazu jedoch die Polizei alarmiert (wie geschehen), so sollte man sich bessere Argumente einfallen lassen. Und nicht ganz unbegründet wird zu bedenken gegeben, dass eine solche Vorgehensweise nicht nur einen Schatten auf die in Harvard angesiedelte juristische Kompetenz wirft. Auch die Universität selber könnte ihr Verhältnis zu einer Institution neu überdenken, die ihren Profit über den Zugang zu frei verfügbaren Informationen stellt.

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