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15. Mai 2008

Computerspiele Größter Risikofaktor für Gewaltverbrechen?

Nach Ansicht des Schulpsychologen Werner Hopf sind Medien mit Gewaltinhalten der wichtigste Faktor für Gewaltkriminalität wie Prügeln, Vandalismus oder Mobbing. Allen voran stehen hierbei Computerspiele, noch vor Gewalt im Fernsehen.

Wie das Magazin GEO WISSEN berichtet, hat der Müncher Schulpsychologe Werner Hopf das Aggressions- und das Spieleverhalten von 653 Schülern untersucht. Er kam zu dem Schluss: Zwischen Gewaltpotential und dem Konsum von Mediengewalt gibt es einen Zusammenhang. Ferner sieht er auch eine Verbindung zu den schulischen Leistungen. So wirke sich der Konsum von Medien mit gewalttätigen Inhalten auch auf die Englisch- und Deutschnoten aus.

Die Psychologin Ingrid Möller von der Universität Potsdam versucht nun mit 200 weiteren Schülern die Gründe dafür herauszufinden. Ihrer Meinung nach würden insbesondere diejenigen Jugendlichen gewalttätig, die bereits aggressiv sind - diese würden die Schüler jedoch noch aggressiver machen. Demnach sind Computerspiele gar nicht die Ursache der Gewalt, sondern lediglich ein zusätzlicher Faktor.

Abseits von der klassischen "Killerspiele"-Debatte gibt es jedoch auch andere Meinungen zum Thema. So fanden Wissenschaftler der Harvard University einen Zusammenhang zwischen der Sozialkompetenz und dem Spieleverhalten von Jugendlichen. Die Schlussfolgerung: "Nichtspielen (ist) heutzutage ein Zeichen von fehlender Sozialkompetenz". Auch die britische Middlesex University zweifelt daran, dass Computerspiele Schuld an Gewalt seien. Anhand von Fragebögen hatten die Forscher den Aggressionszustand der Versuchspersonen festgestellt - vor und nach dem Spielen des Online-Rollenspiels World of Warcraft (WOW). Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die Probanden nach dem Spiel deutlich ruhiger waren.

Unklar ist jedoch weiterhin, welchen Einfluss Computerspiele auf das Sozialwirken haben. Es wird allerdings deutlich, dass Computerspiele nicht die Ursache von Gewalt sind, sondern höchstens eine nebengeordnete Rolle spielen.

(via Heise)

  • 47 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Gerade lief auf Sat1 ein Bericht über Hopf's Studie. Das ganze hatte mal wieder Charakter einer Hetzrede.. ja, und wird eben noch von der Politik unterstützt. Eine Studie wird nur das beweissen, was ich will. Wenn die Politik dahinter kommt, das Grimms Märchen, genauso blutrünstig sind, ja was dann. Hopf ist ein Schwachkopf, wenn er glauben will, das ein Verbot von Spielen die ...

    frogger9 am 20.05.2008 20:29
  • Bei dem ist halt Hopf und Malz verloren.

    dosenbrot am 20.05.2008 20:36
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