gulli: Computerspiele: Einige Hersteller versuchen, den Gebrauchtmarkt zu unterwandern

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15. Oktober 2008

Computerspiele Einige Hersteller versuchen, den Gebrauchtmarkt zu unterwandern

Die Computerspiel-Branche entwickelt langsam äußert unsympathische Züge. So gibt es einige Entwickler und Publisher, denen der Handel von gebrauchten Spielen offenbar ein Dorn im Auge ist. Mit einmaligen "Freischaltcodes" versucht man nun, den Anreiz für den Second-Hand-Markt zu reduzieren.

Realisieren möchte man das mit einem Bonussystem für das Kaufen der original verpackten Ware. Bei Gears of War 2 zum Beispiel sollen Käufer des "Originalspiels" einen speziellen Code erhalten, mit dem sie bestimmte Multiplayer-Levels freischalten können. Dieser Code ist genau einmal gültig.

Falls man das Spiel also auf dem Gebrauchtwarenmarkt kaufen würde, so könnte man dieses "Bonusmaterial" nicht nutzen - trotz ehrlicher Kaufabsicht. Dadurch soll der Anreiz für erstmalig verkaufte Spiele erhöht werden, die sich noch in einer "Originalverpackung" befinden. Bei dem Spiel NBA Live 09 soll man beim "Originalkauf" durch einen einmaligen Code Statistiken freischalten können. In diesem Fall überlegt man auch, ein spezielles Update für Gebrauchtkäufer anzubieten, sodass man für einen extra Betrag von 20 Dollar die "Bonus"-Funktionen wieder freischalten kann - was im Resultat wieder dem Kaufpreis des "Originals" entsprechen würde.

Auf diese Art und Weise will man also versuchen, das Handeln von gebrauchten Spielen zu unterbinden. Unnötige Gängelei, eine Frage von games, retailer, bonusGewinnmaximierung? Die eigentliche Antwort auf diese Gängelei kann eigentlich nur sein, die verkrüppelten Spiele nicht anzurühren und einfach im Geschäft stehen zu lassen. Auch sieht es wieder ganz so aus (ähnlich wie schon beim DRM-Schutz bei Spore), als würde die Piraterie der Spiele diese Probleme auf eine sehr bequeme Art lösen. Würde sich dieses Modell dennoch durchsetzen, würde es eine Zweiklassengesellschaft der Computerspiele einläuten: Denn wer sich Spiele gebraucht kauft, verfügt in der Regel nicht über ausreichende Mittel, um sich das Original zu leisten. Bei entsprechenden Mulitplayerleveln oder Statistik-Tools blieb man dann außen vor. (020200)

(via Game Politics, thx!)

(Bildquelle: icanhascheezburger.com, thx!)

  • Die dumme Kuh namens Kunde muss gemolken werden bis sie endgültig verreckt

    Schattenlos am 16.10.2008 20:37
  • Ich möcht euch was erzählen was mir heute in der Bibliothek (man kann auch Games günstig auslehnen, also fast ne Videothek)passiert ist: Ich hab die Games durchgeschaut, war auf der suche nach Age of Mythology, die Läden verkaufens nicht mehr (ich wollte kein Raubkopierer sein, wirklich!) und habs auch gefunden. Da war auch Spore im Regal. Ok, dacht ich mir. Sie haben Spore für 90 Fr. gekauft, pro verleih verdienen sie 5 Fr.. Geht nicht ...

  • Online Aktivierung muss ja nicht immer schlecht sein. Das sowas auch relativ Kundenfreundlich geht zeigt Sacred 2. Hier mal der Link über den Kopierschutz : http://forum.sacred-game.com/showthread.php?t=49603 Ich muss sagen, das ich mich mit dieser Version der Onlineaktivierung gut abfinden kann, es später auch komplett gebraucht verkaufen kann. Hinzu kommt das sich Securom diesmal nicht massiv in Windows verankert, es reicht den ...

    Ypselonia am 16.10.2008 23:30
  • Zitat: Nicht nur Käufer des Originals, auch Leute die sich das Original legal (Bibliothek bezahlt Lizenzen usw.) auslehnen sind verarsct Entweder der Hersteller hat wegen des KS ein spezielles System oder das Spiel war nie für den kostenpflichtigen Verleih bestimmt. Einfach kaufen und ungefragt kostenpflichtig verleihen ist nicht. Auch wenn's viele Videotheken machen. Selbst Internet-Spiele-Cafe's müssen ...

    Chummer am 17.10.2008 07:24
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