Mit den technischen Eckdaten vermag Commodore zu überzeugen - Intel-Quadcoreprozessor, Geforce 8800-Grafikkarte, Surroundsound und zwei Gigabyte Ram dürften die Rechner durchaus spieletauglich machen. Jenseits seelenloser Technikspezifikationen bemühten sich die Macher jedoch auch, den Zocker-PCs ein wenig Charme mitzugeben.
Denn mit der "C=kin", gesprochen "skin", kann jeder Käufer aus einer großen Zahl an Designs auswählen, mit dem der Rechner lackiert wird. Kunst, Graffiti, Zockermotive und Fotos finden sich in der Auswahl ebenso wie einige klassische Retrodesigns. Unter anderem im Style des "Brotkastens" Commodore64 kann der High-End-PC geordert werden.
Hommage oder Travestie? Eingefleischte Fans werden anführen, der 64er sei das genaue Gegenteil heutiger High-End-Geräte gewesen. Während heute mit Hardware-Overkill immer detailliertere Optiken und Features möglich gemacht werden, fand beim C64 eine gegenteilige Entwicklung statt: aus den immer gleichbleibenden, beschränkten Ressourcen holten die findigen Coder über die Jahre hinweg immer mehr heraus - Features, deren Realisierung auf dem Brotkasten zu Beginn als vollkommen unmöglich betrachtet wurden. Immer ausgefeiltere Programme für die immer gleiche Plattform - in den heutigen Zeiten kurzer Produktlaufzeiten absolut undenkbar.
Auf der anderen Seite sind die Zocker-PCs vermutlich eine der würdigeren Nachfolgeversuche in der legendären Commodore-Geschichte: passender als DRM-Musikshops oder tragbare Mediaplayer mit Windows Embedded ist der Commodore GS allemal.
Und es funktioniert ja offenbar. Über einen Game-PC anderer Hersteller würde an dieser Stelle wohl kaum ein Artikel zu finden sein.
| 17 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Crass Spektakel am 20.07.2007 09:04:57: |
MSX am 20.07.2007 16:17:43: |
Plat0n23 am 21.07.2007 12:37:19: |