gulli: Commodore GS: Game-PC im Brotkasten-Design

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19. Juli 2007

Commodore GS Game-PC im Brotkasten-Design

Ob es der erste einigermaßen erträgliche Markenrelauch Commodores ist oder der letzte einer langen Reihe von Versuchen, die Legende C64 weiter auszuschlachten? Die Meinungen werden auseinander gehen über den Commodore GS, der in Deutschland nun über Alternate vertrieben wird und unter anderem mit Retro-Brotkastendesign aufwartet.

Mit den technischen Eckdaten vermag Commodore zu überzeugen - Intel-Quadcoreprozessor, Geforce 8800-Grafikkarte, Surroundsound und zwei Gigabyte Ram dürften die Rechner durchaus spieletauglich machen. Jenseits seelenloser Technikspezifikationen bemühten sich die Macher jedoch auch, den Zocker-PCs ein wenig Charme mitzugeben.

Denn mit der "C=kin", gesprochen "skin", kann jeder Käufer aus einer großen Zahl an Designs auswählen, mit dem der Rechner lackiert wird. Kunst, Graffiti, Zockermotive und Fotos finden sich in der Auswahl ebenso wie einige klassische Retrodesigns. Unter anderem im Style des "Brotkastens" Commodore64 kann der High-End-PC geordert werden.

Commodore GS im Brotkasten - Design des C64

Hommage oder Travestie? Eingefleischte Fans werden anführen, der 64er sei das genaue Gegenteil heutiger High-End-Geräte gewesen. Während heute mit Hardware-Overkill immer detailliertere Optiken und Features möglich gemacht werden, fand beim C64 eine gegenteilige Entwicklung statt: aus den immer gleichbleibenden, beschränkten Ressourcen holten die findigen Coder über die Jahre hinweg immer mehr heraus - Features, deren Realisierung auf dem Brotkasten zu Beginn als vollkommen unmöglich betrachtet wurden. Immer ausgefeiltere Programme für die immer gleiche Plattform - in den heutigen Zeiten kurzer Produktlaufzeiten absolut undenkbar.

Auf der anderen Seite sind die Zocker-PCs vermutlich eine der würdigeren Nachfolgeversuche in der externer Link in neuem Fenster folgtlegendären Commodore-Geschichte: passender als externer Link in neuem Fenster folgtDRM-Musikshops oder tragbare Mediaplayer mit Windows Embedded ist der externer Link in neuem Fenster folgtCommodore GS allemal.

Und es funktioniert ja offenbar. Über einen Game-PC anderer Hersteller würde an dieser Stelle wohl kaum ein Artikel zu finden sein.

  • Wenn man fertige PCs mit einem Eigenbau vergleicht ist der Eigenbau meist günstiger. Und das Gehäuse ist 50€ absolut wert. Die Preislinie ist also sogar recht ok...

    Philipus II am 20.07.2007 07:47
  • Der C64 war eine Power-Spielkonsole, von wegen "Leistung mit minimalistischer Hardware". Schaut mal was damals (82) der durchschittliche Computer war: Ein ZX81 mit 1kByte RAM Ein VC20 mit Zeichensatzgrafik 22x25 Zeichen Eine Atari-VCS-Konsole bei der die CPU im Polling-Verfahren die Grafikausgabe händisch steuern mußte. Bei 128 Byte nutzbarem Speicher. Dagegen war der C64 der absolute Overkill und zwar mit der Ausrichtung auf ...

    Crass Spektakel am 20.07.2007 09:04
  • @Ghandy: Aber was sollte denn dann sonst der Grund sein, warum ich mir sowas kaufen wollen würde? Ehrlich, ich kapier es nicht. Wegen der Hardware nicht, weil es die in jedem Laden zu kaufen gibt. Wegen dem Emulator nicht, weil es die auch tonnenweise im Netz gibt. Wegen dem Namen nicht, weil es mit der Firma Commodore nichts mehr zu tun hat. Weil man unter den zehn Designs auch ein Brotkasten-Design auswählen kann? Ist das alles an ...

  • c64 == genial Das teil hier sieht zwar im Retro Design gut aus das wars aber schon, finde es lediglich als allerletzte Ausschlachtung des Namens daraus noch Gewinn zu erziehlen. Falls es noch die Firma von damals ist und nicht schon lizensiert weitergegeben wurde, sag ich mal das es OK ist. Ansonsten finde ichs sehr schade. Diesen PC kaufen würde ich mir nicht da ich mir für nen Gamerechner noch ne bessere Graka zulegen würde, das einzige ...

    Plat0n23 am 21.07.2007 12:37
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