gulli: Comcast plant neue Software: BitTorrent soll noch stärker ausgebremst werden

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21. Mai 2008

Comcast plant neue Software BitTorrent soll noch stärker ausgebremst werden

Der Internetanbieter Comcast, der in der Vergangenheit insbesondere wegen seines Vorgehens gegen BitTorrent aufgefallen ist, plant nun die Verwendung einer neuen Software. Sandvine, die Entwickler der von Comcast genutzten Geräte, stehen vor der Fertigstellung eines neuen Netzwerk-Management Tools namens FairShare.

Die Software soll es dem Provider ermöglichen zu regulieren, welche Protokolle und Anwendungen Ressourcen erhalten sollen.

Infolge dessen dürfte Comcast sicherlich nicht der einzige Provider sein, der von dieser Entwicklung profitieren wird. Nicht zuletzt Sandvine selbst, setzt massiv auf ihre neu entwickelte Software, hatte man doch zahlreiche Kunden verloren, die sich nicht vorstellen konnten, wie man solch eine Nutzung in die Richtlinien des Providers integrieren kann.

FairShare selbst dürfte also für einige Provider nun eine Optimallösung darstellen. Einfluss nehmen wird das Tool insbesondere auf P2P Downloads. Da jedoch auch zahlreiche normale Angebote inzwischen via P2P verbreitet werden, dürfte die Resonanz auf ein Ausbremsen der User entsprechend negativ ausfallen. Schlussendlich sieht das Tool vor, den Traffic falls nötig auch zu begrenzen, sodass alle User eine gleiche Behandlung ihrer Pakete erhalten. "Power User" werden demnach nachteilig behandelt, deren Bandbreite falls notwendig reduziert.

Dass hier die Rechte der Nutzer verletzt werden, dürfte indes klar sein. Problematisch wird das Ganze jedoch, sobald ein entsprechendes Gesetz dies legalisieren würde. Comcast, Peer-To-Peer, BitTorrent, p2pComcast selbst hat 2,7 Millionen US-Dollar "gespendet" bzw. in die Lobby gesteckt, um einen entsprechenden Gesetzesentwurf auf den Weg zu bringen. Entsprechende Entwürfe, die von einer Gleichbehandlung des gesamten Datenaufkommens sprechen, wurden bereits verfasst.

(Via forbes & p2p-blog,

pic by savetheinternet.com, thx!)

  • noch immer entscheidet der konsument welcher provider sich mit welcher methode durchsetzt!

  • Ja, spätestens wenn Comcast mit solch Maßnahmen auf die Schnauze gefallen ist, wird sich jeder andere dreimal überlegen ob er sowas auch nutzen will.

  • Schnelle Leitungen über eine Flat anbieten, und wenn der Kunde das nutzen will, dann wird er gebremst. In meinen Augen sind das zumindest falsche Werbeversprechungen, wenn nicht gar Betrug. Gruss Moses

  • Zitat: Zitat von Moses  In meinen Augen sind das zumindest falsche Werbeversprechungen, wenn nicht gar Betrug. Nö, wenn sie es in die AGB schreiben, kein Problem. Lustige Idee, ich vermute mal die trauen sich das nur, weil wohl weitere amerikanische Provider auf den Zug aufspringen werden. Andernfalls würde kein Vorstand einer AG so etwas zulassen, das bedeutet üblen Kundenschwund. Derartige ...

    Registrator am 21.05.2008 18:25
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