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15. November 2007

Comcast Klage wegen Filesharing-Blockade angestrengt

Das amerikanische Unternehmen Comcast, firmentechnisch verschwägert mit der Suchmaschine AltaVista, zählt zu einem der größten Kabelnetzbetreiber und Telekommunikationskonzernen in den USA. Vorgestern hat der Kalifornier Jon Hart in Alameda County vor Gericht Klage gegen den Provider eingelegt. Der ISP inseriert mit dem Slogan "Download at Crazy Fast Speeds". Hart empfindet diese Aussage als falsch und irreführend, da das Unternehmen in verschiedenen Zonen aktiv den Up- sowie Download unterbrechen würde. Er möchte das Unternehmen vor Gericht dazu zwingen, die Blockade des Fileshare-Transferaufkommens aufzuheben.

Bereits im August dieses Jahres war diversen Kunden dieses Anbieters aufgefallen, dass das Seeden, also das Anbieten von Dateien, von Comcast unmöglich gemacht wurde. Nach wenigen Sekunden wird jeglicher Upload unterbrochen. Den BitTorrent-Programmen wird vorgetäuscht, der Transfer der Datei wäre beendet, folgerichtig trennt dieses die Verbindung, auch wenn der Upload gerade erst begonnen hat. Gerüchten zufolge soll diese Störung des freien Dateienaustausches durch die Firma sandvine realisiert worden sein. Sandvine wirbt für eigene Lösungen, die ihren Kunden ein "intelligentes Traffic-Management" ermöglichen soll.

Auch die Aktivisten der Website externer Link in neuem Fenster folgtSaveTheInternet.com haben Klage gegen Comcast erhoben. Sie befürchten eine erhebliche Einschränkung der Neutralität des Internets und wollen mit ihrer Aktion die Zensur des Providers beenden. Mehrere Internetanbieter waren in der Vergangenheit dazu übergegangen, die Bandbreite der Filesharing-Transfers ihrer Kunden zu drosseln. Eine derart tief greifende Aktion von Seiten eines ISP, der die Möglichkeiten ihrer zahlenden Kundschaft einschränkt, ist allerdings bisher nicht bekannt geworden.

  • ja dreist ist das schon, aber zur not kann man diese technik sicher umgehen. das ist schonmal ein hoffnungsschimmer

    Wandang am 15.11.2007 22:01
  • Hoffentlich kommt Jon Hart mit seiner Klage durch. Einem eine schnelle Datenleitung anzubieten, und dann die Verbindungen zu kappen. Das ist VerarsXXung. Ich verkaufe den Leuten einen Sportwagen, bei dem ab 20km/h der Motor ausgeht. Hat aber 500PS die Karre! Gruss Moses

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