gulli: Cluztr: Heute sieht dich Google, und morgen die ganze Welt

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21. Mai 2007

Cluztr Heute sieht dich Google, und morgen die ganze Welt

Web2.0-Startups werden häufig nicht allzu freundlich in der Onlinewelt begrüßt, und auch der Empfang von Cluztr dürfte eher frostig ausfallen. Während nach AOL-Datengau und der Datensammelwut Googles die Suchmaschinen wegen des Komplettloggings des Surfverhaltens angemeldeter User in der Kritik stehen, bietet Cluztr (beta, selbstverständlich) dasselbe - nur eben gleich für alle Welt sichtbar. Pflichtprogramm für den Datenexhibitionisten von Welt?

Den kompletten Clickstream, die vollständige Surfhistory ständig und überall teilen: das ist die Idee hinter Cluztr, die versprechen, damit Bookmarks gänzlich überflüssig machen zu wollen. Die eigene Surfgeschichte wird darüber hinaus mit den Gewohnheiten anderer User verglichen, die Historys "ähnlicher" Nutzer kann man sich anschließend empfehlen lassen. Der Selfmade-Glasuser im Web2.0? Das muss nicht sein, entwarnt externer Link in neuem Fenster folgtCluztr.

Man werde auf sicheren Verbindungen generell nicht mehr getrackt, darüber hinaus könne man das Usertracking nach Belieben ein- und ausschalten. Eine Whitelist von Seiten, deren Aufruf nicht via Cluztr veröffentlicht werden soll, kann man ebenso anlegen wie man die eigene Suchgeschichte bei Bedarf editieren oder löschen darf.

Wie das allerdings praktiziert wird, steht auf einem anderen Blatt. Während die ganzen Social-Bookmark-Sites das aktive Handeln des Users voraussetzen, will er einen interessanten Link veröffentlichen, setzt Cluztr auf das umgekehrte Prinzip: per Default macht man sich und seine Surfgewohnheiten öffentlich, im Nachhinein kann man Einschränkungen vornehmen, Seiten ausschließen oder problematische Surf-Vorfälle löschen.

Aber immerhin - man wird vom Einzelgänger zum "sozialen" User. Teilhabe an der Community, erkauft durch die weitgehende Transparenz des eigenen Verhaltens - irgendwie kommt einem das auch vom Reallife langsam bekannt vor.

  • 14 Kommentare zum Artikel
  • Also ich find die Idee Absolut genial! Das Potential das dahinter steckt ist unglaublich groß. ich würde es sogar erweitern und die Userdaten (nach zusimmung natürlich) an Werbeanbieter Verkaufen die das anbieten was der User sucht und den User an den einnahmen beteiligen. Auch Versteigerungen von Usern (mit deren Zustimmung natürlich) an Werbetreibende währe möglich. Jeder User ist Geld wert, was spricht dagegen den User daran zu ...

    Sepulpa am 21.05.2007 17:55
  • hmm ... jo is ja kaum noch auszuhalten welcher schrott von der breiten masse akzeptiert wird und das das ach so tolle web 2.0 auch dinge wie ajax keylogger, welcher jede tasteneingabe in ein formular mit loggen (egal ob man es absendet oder nicht), hervorgbracht hat ist ja auch ein echter meilenstein - weiter so (vorsicht ironie) gruß Robert PS: es gibt durchaus interessante projekte die wirklich auch gebraucht werden können aber die ...

  • Zitat: Zitat von Sepulpa Was gibt es für Werber besseres als User die ihre Werbung selbst ordern? Sowas fände ich absolut abartig Aber dass es immer noch Idioten gibt, die absolut alles über sich ihrer Außenwelt mitteilen wollen...

    .:ADI:. am 21.05.2007 19:14
  • Sepulpa du kapitalist!!! is klar das du nochmehr geld willst. OT: die idee is beknackt und nur was für den next-lvl-dau! der benutzt am besten noch den i-exploer 5 und klickt ganz viele bunte adds an sowas ist abartig und ich muss von sowas nahezu kotzen! hmm vllt finden sich dort auch pedos die ihre favourits teilen?

    Wandang am 21.05.2007 19:56
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