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05. Juli 2005
Claria und KaZaA trennen sichGrund: vermutlicher Kauf der Adwarefirma durch Microsoft Schade, denn eigentlich hätten sie alle hervorragend zusammengepasst: Monopolist Microsoft, der uns regelmäßig mit neuen, löchrigen Windowsversionen beglückt und mittels geballter Marktmacht gute Programme durch seine OS-Addons verdrängt, Adwarefirma Claria, die nach dem ruinierten Ruf den Namen "Gator" eben mal ablegte und nun unverdrossen weiter ungefähr auf über 50 Millionen Rechnern ihr Unwesen treibt, und KaZaA, FastTrack-basierte Tauschbörse, die in letzter Zeit allenfalls durch seltsame finanzielle Verstrickungen der Geschäftsführung, Fake- und Virendownloads sowie erbärmlich encodierter Soundfiles aufgefallen ist. Ins Portfolio einer Firma, die derart auf Prinzipien wie "geistiges Eigentum" versessen ist wie MS (jedenfalls, solang es um ihr eigenes "geistiges Eigentum" geht), passt eine Firma natürlich nicht hinein, die mit einer Tauschbörse wie KaZaA Geschäftsverbindungen pflegt. Tasächlich scheint dies der Hauptgrund für das Ende der Geschäftsbeziehungen zu sein: die Entscheidung fiel laut Scott Eagle, Marketingleiter von Claria, deutlich vor dem Urteil gegen Grokster, welches das Tauschbörsengeschäft seitdem leicht verunsicherte. Seitdem wird natürlich spekuliert, was MS mit der Adwarefirma will. Claria stellte ihr Geschäftsmodell in letzter Zeit von Popup-Werbung auf personalisierte und zielgerichtete Werbung um. Das nötige KnowHow, um userspezifischen Werbecontent anzubieten, wäre auch für Microsoft interessant, die ihr Angebot an userspezifischen Webdienste momentan sukzessive ausbauen. Interessant in dem Kontext ist natürlich die Konkurrenz von Google, welche ebenso an der stärkeren Personalisierung ihrer Suchdienste arbeiten. Mit ihrem erst Ende 2037 auslaufenden Cookie sind sie dafür schon einmal vorbereitet. MS dürfte in Zukunft mit Gator-KnowHow durchaus leicht aufholen. Verwandte News
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