Widerstand gegen umfassendste Netzüberwachung der Welt
Die von der chinesischen Polizei betriebene Webseite des Beijing General Security Service wurde offenbar von chinesischen Hackern defaced. "Ein Sicherheits-Unternehmen, welches nicht einmal seine eigene Webseite absichern kann, kann kaum über Sicherheit mitreden", war auf der Page zu lesen. Das Unternehmen ist momentan dabei, 4.000 Mitarbeiter zu rekrutieren, die die chinesischen Online - Aktivitäten verstärkt überwachen sollen.
Microsoft machte in jüngerer Zeit von sich reden, als bekannt wurde, dass sie dem Wunsch der chinesischen Regierung nachkamen und im Blogdienst des chinesischen MSN - Ablegers die chinesischen Worte für "Freiheit" und "Demokratie" sowie Formulierungen wie "Unabhängigkeit Taiwans" sperrten - wer sie ausschreiben will, wird von MS darauf hingewiesen, "verbotene Begriffe" zu verwenden.
Für die chinesischen Überwacher ist der Vorfall natürlich nur ein weiteres Zeichen dafür, wie notwendig die umfassende Kontrolle, Zensur und Überwachung des Internet in China ist. Einen Vertreter der jüngst gehackten Organisation zitiert die Financial Times mit den Worten: "Agenten feindlicher Kräfte aus China und aus dem Ausland nutzen das Internet für Propaganda, Infiltrierung, Aufwiegelung und Sabotage. Verstärktes Management des Internet ist von besonderer Bedeutung für die Verstärkung der Regierungsfähigkeit der Partei". Im Kampf gegen die Online-Freiheiten setzt China weiter auf automatisierte Überwachung via Crawler und verstärktem Personaleinsatz im Vorgehen gegen unliebsame Webinhalte. Webseiten werden in China in großer Häufigkeit gesperrt, Online-Dissidenten wandern ebenso regelmäßig in chinesische Gefängnisse.