Es ist sicher ungewöhnlich, wenn sich der Betreiber einer Suchmaschine politisch äußert. Bemerkenswert wird dies, wenn es sich um einen chinesischen handelt. Seit Kurzem wirft eine Obama nachempfundene Comicfigur beim Anbieter Baidu seine Netz aus und geht somit auf Link- und Stimmenfang.
Baidu, in westlichen Gefilden bis dato bekannt für sein Google nachempfundenes Interface, seine recht einfache MP3-Suche und die landestypische Ausklammerung jener Inhalte, die dem Regime unbequem sind, sympathisieren mit dem US-amerikanischen Anwärter zur Präsidentschaftskandidatur, Barack Obama.
Laut der chinesischen Wirtschaftszeitung Market Avenue seien ausschlaggebend für die Wahl Obamas die Anzahl der Suchanfragen und Baidus "Werte" gewesen. Es ist nicht bekannt, ob eine gleichwertige Ehrung für Hillary Clinton oder John McCain geplant ist.
Über die politische Dimension dieser Solidarisierung lässt sich nur spekulieren. Einerseits könnte sie der chinesischen Regierung als zu klares politisches Statement erscheinen, auf der anderen Seite dürften die Sanktionsmöglichkeiten eher gering sein: Baidu ist laut Alexa eine der zwanzig meistbesuchten Websites weltweit und ein Schwergewicht an der Börse. Die Suchmaschine ist ein schwergewichtiger Wirtschaftsfaktor und in diese Richtung hat
sich die Regierung in den letzten Jahren noch immer opportunistisch gezeigt. (Autor: fraencko)
(Via techcrunch)
is doch genau so blödsinnig wie die anderen propaganda aktionen ala "obama"-girl oder "obama"-baby, whatever. einziger unterschied, hier wird eine person nicht nur beworben, sondern auch zur vermarktung eines unternehmens genutzt, weil dadurch mehr klicks erfolgen. zumindest sieht ja so die hoffnung aus.