Die Anwendung soll vorwiegend Kinder vor "gefährdenden" Inhalten im Internet schützen. Gemeint sind damit pornografische Inhalte. Den Zugriff auf derartige Seiten will man auf diese Weise unterbinden. Erste Sicherheitsexperten schlagen bereits im Vorfeld Alarm. Möglicherweise könnte die Software als Trojanisches Pferd arbeiten und persönliche Daten der Nutzer übermitteln.
Entwickelt wurde das Zensur-Tool von Jinhui Computer System Engineering Co. Bekannt ist diese Firma unter anderem wegen der Verbindungen zum chinesischen Militär und zum Sicherheitsministerium. Eine offizielle Ankündigung seitens der Regierung gibt es bisweilen noch nicht. Allerdings sollen die großen PC-Hersteller schon über das Vorhaben unterrichtet worden sein. Die Software muss entweder vorinstalliert oder in Form einer CD mitgeliefert werden. Das Zensur-Vorhaben soll ab 1. Juli in Kraft treten.
In technischer Hinsicht wird sich die Software in regelmäßigen Abständen mit einer Datenbank verbinden und neue, zu blockierende Webseiten abrufen. Diese werden sodann in eine Filter-Liste eingebaut und verhindern den Zugriff auf die jeweiligen Internetseiten. Unter dem Strich ergibt sich keine herkömmliche Kindersicherung, wie sie in verschiedenen Ausführungen bekannt ist. Viel mehr handelt es sich hierbei um eine Filtersoftware, die von staatlicher Seite kontrolliert wird. Vermutlich ist die Blockade pornografischer Internetseiten nur der Anfang. (gS-)
(via techradar, thx!)
| 19 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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Toronto am 09.06.2009 09:11:58: |
soricsoon am 09.06.2009 12:11:00: |
ADI64 am 09.06.2009 15:36:21: |