gullinews am Sonntag, 06.09.2009 19:27 Uhr (Rating: 


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Dass die chinesischen Behörden von Anonymität und Datenschutz nicht viel halten, ist schon seit langem kein Geheimnis mehr. Nun geht die Regierung offenbar einen Schritt weiter: Sie führte eine Regel ein, die sogar dem belastbarsten chinesischen Bürger starke Kopfschmerzen bereiten dürfte. Wie es zuletzt auf Seiten der chinesischen Regierung angekündigt wurde, müssen Internet-Nutzer, die sich in Communities und in News-Portalen anmelden möchten, grundlegende Daten aus dem Personalausweis angeben. Ohne der Angabe des bürgerlichen Namens und der ID-Nummer wird es dem Internet-Nutzer nicht genehmigt, in Foren und Communities seine Meinung preiszugeben und sich mit anderen auszutauschen.
Um mit einer öffentlichen Ankündigung der neuen Regelung nicht so viel Aufsehen zu erregen, hat das State Council Information Office auf selbige verzichtet. Spätestens nachdem der Internetnutzer den Entschluss fasst, sich auf einem chinesischen Nachrichtenportal wie Sina, Netease oder Sohu zu registrieren, um Kommentare und Meinungen zum Ausdruck zu bringen, wird dieser mit der Neuordnung konfrontiert.
Mit der Einführung dieser neuen Anordnung erhoffe sich die chinesische Regierung bessere Umgangsformen und eine gesteigerte soziale Verantwortung. Es sei nicht akzeptabel, dass sich der Internet-Nutzer heimlich und anonym hinter seinem Monitor verbarrikadiert und sich gelassen über andere Menschen lustig macht oder dumme Kommentare von sich gebe. Mit der Angabe von persönlichen Daten werde der Benutzer im Forum pflichtbewusster. Wenige Tage nach der Neuanordnung der Regierung sei es den ersten Internetnutzern gelungen, das System zu umgehen. So hätten es bereits einige Redakteure geschafft, sich unter falschem Namen und falscher ID-Nummer in Foren anzumelden.
(S. "Buddy09" Dincer)
(via www.golem.de, thx!)
| 59 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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MrCuff am 17.10.2009 18:25:51: |
eliveo am 18.10.2009 19:07:50: |
Harachteh am 19.10.2009 10:42:57: |