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08. Februar 2007
China 205 Websites wegen Piraterie geschlossenChina versucht sich einmal mehr als Pirateriebekämpfer zu profilieren: 361 der Piraterie beschuldigten Sitebetreiber sollen insgesamt 205 Sites schließen. in insgesamt 436 Fällen wurde ermittelt, 130 Verfahren wurden von westlichen Industrieverbänden angestoßen. Der Nutzen bleibt zweifelhaft. "Die Piraterie intellektuellen Eigentums im Internet hat die Interessen von Copyrightinhabern ernstlich verletzt und zu einer langen Reihe von Rechtsstreitigkeiten geführt - und dadurch die Ordnung im Internet gestört", Mit westlichen Schadenersatzforderungen kann China noch nicht mithalten: den 205 Takedowns folgten Geldstrafen von umgerechnet insgesamt 70.000 Euro, 71 Server wurden beschlagnahmt. Angeboten wurden Musik, Software, Filme und eBooks. Die Versorgung der Bevölkerung mit kopierter Ware dürfte dennoch weiterhin gesichert sein. In China werden Kopien in der Regel billig auf der Straße verkauft. Als Gegenmaßnahme wurde lokal bereits damit begonnen, Kopien gegen Original-DVDs umzutauschen: auf Kosten der Stadtverwaltung, die damit die Hollywood-Studios indirekt subventioniert. Sonderlich großen Bedarf an Originalen hat die chinesische Bevölkerung jedoch offenbar nur in eingeschränktem Maß. Auf einem Aktionskonzert gegen Piraterie fragte einer der auftretenden Künstler das Publikum, ob sie lieber eine Original-DVD kaufen würden oder "a pirated one" zu einem Zwanzigstel des Preises. Lautstarke Antwort: "The pirated one!". Verwandte News
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