Bereits vorher hätte man sich trefflich streiten können, ob das Superheldenkonzept für eine Copyright-Propagandaseite taugt: schließlich hält Marvel den Markenschutz für "Super Hero". "Captain Copyright" selbst findet sich bereits 2005 auf Plakaten des Amts für geistiges Eigentum in Singapur. Eigentlich ein "Fall für Captain Copyright", wie der kanadische Jurist Michael Geist kommentiert.
Damit geht die peinliche Pannenserie für die selbsternannten kanadischen Copyright-Aufklärer weiter. Bereits vorher machte man nicht nur mit peinlichen Versuche von Linkverboten von sich reden. Zitate aus der Wikipedia, welche inzwischen von der Seite entfernt wurden, waren nicht mit den von der Wikipedia-Lizenz vorgeschriebenen Wikipedia-Links versehen. Auch die zweifelhaften Terms of Use der Copyrightwächter sorgten für Heiterkeit.
"Es ist Ihnen nicht erlaubt, Texte aus der Webseite oder seinem HTML-Code auszuschneiden oder in die Windows-Zwischenablage (oder deren Äquivalent auf der verwendeten Plattform) zu kopieren und auf einer anderen Webseite einzufügen", so die IP-Notice der Page. Im originalen Wortlaut:
"iv. You are not permitted to copy or cut from any page or its HTML source code to the Windows™ clipboard (or equivalent on other platforms) onto any other website."
Der letzte Satz wurde selbstverständlich von Hand abgetippt.
| 3 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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anty am 06.06.2006 15:45:57: |
gS32tom am 06.06.2006 22:37:15: |
ClemensBW am 07.06.2006 10:49:10: |