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27. November 2007
BSA hängt die Kleinen Entschädigungen für Piraterie fast nur vom MittelstandNeunzig Prozent der Schadenersatzzahlungen, die von der BSA jährlich eingenommen werden, stammen von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Der Softwareverband bezieht über achtzig Prozent seiner Einnahmen aus diesen Entschädigungen. Die betroffenen Unternehmen können es sich in der Regel nicht leisten, einen riskanten und teuren Prozess zu führen. Damit muss sich die Business Software Alliance fragen lassen, ob es ihr weniger um Bekämpfung der "Piraterie" geht, denn um das Betreiben eines lukrativen Geschäftsmodells. Im fünfstelligen Bereich liegen im Schnitt die Zahlungen, die anfallen, nachdem der Gebrauch unlizensierter Software in einem Unternehmen aufgedeckt wurde. anschließenden Zahlungen, nur 13% stammen aus Mitgliedsbeiträgen. Und die Vermutung liegt nahe, dass die BSA besonders gezielt in westlichen Industrieländern mit niedriger Pirateriequote nach Lizenzverstößen sucht, da dort die zahlungskräftigeren Opfer sitzen. 13 Millionen nahm die BSA auf diesem Weg im vergangenen Jahr alleine in Nordamerika ein.
Dazu passt, dass der Verband in den letzten Jahren in genau diesen Ländern mit mehrfach angehobenen Summen, die zwar publikumswirksam verkündet werden, aber praktisch nie gezahlt werden - die Ausschüttungen an die Petzen sind in der Regel um Größenordnungen niedriger. Und folgerichtig spart sich die BSA an dieser Stelle einiges an Geldern ein, welche an anderer Stelle lieber ausgegeben werden: praktisch Aber erlauben kann man sich das ja offenbar - die KMU zahlen brav ihre Strafen, die Big Player fasst man kaum an, die könnten sich schließlich ein Verfahren leisten oder - Gott bewahre - auf andere Softwareplattformen wechseln, und in den Ländern mit nennenswerten Pirateriequoten ist kein Geld zu holen. Weshalb beispielsweise in China lieber die Regierung dazu aufgefordert wird, gegen Piraterie vorzugehen. So spart man teure Prämien für Denunzianten, die mangels nennenswerter Strafzahlungen die Rechtsabteilung vermutlich eh nicht gegenfinanzieren könnten. Verwandte News
Trackbacks
nichts neues... Ehemaliger am 27.11.2007 13:48
... und dennoch verwerflich Wandang am 27.11.2007 15:45
Zitat: Zitat von Wandang ... und dennoch verwerflich das hab ich mit keinem wort bestritten, ok zählen wir mal unternehmen auf die auf "angst" setzen oder hoffen das nicht geprüft wird t-com abmahnanwälte zum teil fallen mir spontan ein, es gibt da 100 mehr Ehemaliger am 27.11.2007 16:02
Zitat: Zitat von panet das hab ich mit keinem wort bestritten, ok zählen wir mal unternehmen auf die auf "angst" setzen oder hoffen das nicht geprüft wird t-com abmahnanwälte zum teil fallen mir spontan ein, es gibt da 100 mehr wollte ich auch nicht aussagen. ist etwas mehrdeutig geschrieben, mist der " " war auch für die sache und nicht für dich, aber ich glaub, dass weisste oder die ... Wandang am 27.11.2007 23:03
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