Verdoppelt wurde die BSA-Prämie für Angestellte in Großbritannien, die ihren Chef weegen unlizenzierter Software verpfeifen. Als Denunziant lebt es sich in den USA damit nach wie vor besser: dort gibts bis zu 200.000 Dollar fürs Anschwärzen.
Die Business Software Alliance verfolgt vor allem den Gebrauch unlizenzierter Programme im Businessbereich. Dafür setzt man dann auch gerne Kopfgelder für die kopierenden Chefs aus. Die Prämie in Großbritannien wurde nun von 10.000 Pfund auf deren 20.000 verdoppelt. Damit hinkt die UK-Sektion den Kollegen in den USA hinterher, dort läßt man sich entsprechende Hinweise schon mal 200.000 Dollar kosten.
Die BSA steht mit bemerkenswerter Offenheit dazu, in keiner Weise auf das Unrechtsbewusstsein der angehenden Verräter zu bauen - jenen ginge es nach Aussage der BSA-Regionalmanagerin für Nordeuropa, Siobhan Carroll, praktisch nie um den Einsatz unlizenzierten Codes per se. Drei Viertel der Denunzianten würden Anzeigen erwägen, wenn sie sich von ihrem Chef unfair behandelt fühlen, während ein weiteres Viertel angibt, ungenügende Gehaltserhöhungen seien ein Motiv dafür, den Chef anzuschwärzen.