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05. April 2008
Britische Studie Killerspiele wirken beruhigendLange Zeit wurden Egoshooter und andere gewaltverherrlichende Spiele als Ursache für Amokläufe von Jugendlichen angesehen, dicht gefolgt von der Forderung nach härteren Jugendschutzgesetzen. Eine Studie der britischen Middlesex Universität zeigt, dass solche Computerspiele auch durchaus beruhigend auf die Spieler wirken können. Nach Ansicht der Psychologin Jane Barnett sind die Probanden nach dem Spielen sogar entspannter und müder als zuvor. Die Bundesregierung hält dennoch an der Verschärfung des Jugendschutzgesetzes fest. Die Untersuchung, die von der Gaming Website "Develop Magazine" veröffentlicht wurde, bezeichnet sich selbst als repräsentative Studie, bestehend aus 292 freiwilligen Frauen und Männer im Alter zwischen 12 und 83 Jahren. Diese Gruppe musste zuerst einen Fragenbogen mit den Themenbereichen Wut, Aggression sowie zur eigenen Persönlichkeit beantworten, darauf folgte eine zweistündige Partie World of Warcraft (WOW). Offen bleibt jetzt die Frage, so die Leiterin der Studie Jane Barnett, welche Spielertypen am ehesten von virtueller auf reale Gewalt umschwenken, wenn bei ihnen Probleme auftauchen. Einen entsprechenden Fragebogen wird sie wohl in naher Zukunft entwickeln. Es bleibt zu hoffen, sie wird für die nächste Studie zudem auch ein anderes und damit geeigneteres Testspiel als World of Warcraft auswählen. Oder sie erkundigt sich schlichtweg bei der Redaktion ihres Auftraggebers nach Spielen, die eher in Frage kommen als ausgerechnet WOW.
(Autoren: Calvin Bothe, Firebird77 und Lars Sobiraj) (via the inquirer) Verwandte News
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