Die holländische Anti-Piraten Organisation BREIN hat nach dem Runterfahren der BitTorrent-Seite Everlasting.nu jetzt das nächste Filesharing Portal Demonoid ins Auge gefasst, welches ebenfalls von der Firma Leaseweb betreut wird. Vorgestern hieß von Seiten von Demonoid noch, man hätte einen Plattencrash und das Backup müsste lediglich wieder aufgespielt werden.
Es ist abzuwarten wie die
Searching Umlimited LTD mit dieser Sachlage umgehen wird. Dem Unternehmen gehören die Seiten Bushtorrent, Demonoid, MyBittorrent, Fenopy, Snarf-it, Torrentportal und Torrentreactor an. Unklar auch inwiefern die
ursprünglichen Firmenziele verfolgt werden konnten. Man wollte Medien via Torrents vertreiben. Qualitativ hochwertige Files sollten von den Kunden dementsprechend auf Zeit gemietet oder komplett gekauft werden. Den Rest wollte man werbefinanziert für umsonst anbieten. Von BREIN sind auch zukünftig verstärkt Aktionen in dieser Richtung zu erwarten, man will versuchen das Hosting solcher Seiten in den Niederlanden grundsätzlich riskanter zu gestalten. Schon im
Oktober 2005 hatte man angekündigt, man wolle gleich "Dutzende" Torrentracker ins Visier nehmen.
The Register berichtete kürzlich, in den USA würde die MPAA erfolgreich mit Klagen die Betreiber von TorrentSpy und isoHunt zu einem Content Filter drängen. FileRights ist eine von der Content-Industrie gefütterte Datenbank von kommerziellen Filmtiteln, mit der rechtlich geschütztes Material von den Firmen eigenhändig vom Index der BitTorrent-Seiten genommen werden kann. Einerseits hofft man bei TorrentSpy mit der Einführung eines solchen Systems beim Amtsgericht zu punkten, andererseits stehen auch genügend Möglichkeiten zur Verfügung, die Filme ohne viel Aufwand geringfügig zu modifizieren, um sie wieder per .torrent anbieten zu können.
Bei der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen der RIAA und Napster, der Mutter aller Tauschbörsen, versuchte man es mit ganz ähnlichen Mitteln. Die Richter wollten sich aber damals nicht darauf einlassen. Man verlangte vor einem Relaunch die Beweisführung der Betreiber, dass man zu
keinen illegalen Files mehr Zugang erhalten kann. Als endgültige Konsequenz wurde aus der Tauschbörse später der Online-Musikdienst Napster 2.0. Die Firma hat heute außer dem Namen und dem Logo praktisch keine Gemeinsamkeiten mehr mit der ehemaligen Musiktauschbörse. Demonoid & Co. bleiben im Prinzip nur zwei Möglichkeiten zur Wahl: Emigration ins Ausland oder die Wandlung des eigenen Dienstes zu einem kommerziellen Anbieter.
Schade um Demonoid. Die Auswahl an Mac-Torrents war dort sehr groß.
Hmm, also JETZT sind sie wieder online bastla
Mhhhh, so wie ich sehe, ist Demonoid gar nicht zu erreichen Oder sind die am aufbauen ?
Es sieht so aus, als ob der Umzug nach Kanada nicht wirklich was gebracht hat. TorrentFreak meldet... (unbestätigtes Gerücht!) Spoiler: ...dass der kanadische ISP von Demonoid auf Drängen der CRIA (der kanadischen Musikindustrie) den Stecker gezogen hat Schon erstaunlich, welche Macht die Musikindustrie weltweit besitzt, wenn man bedenkt, wie unwichtig sie im Grunde genommen ist.