gulli: BREIN im Glück: Niederländische Antipiraterie - Organisation wird nicht verklagt
27. November 2007

BREIN im Glück Niederländische Antipiraterie - Organisation wird nicht verklagt

"Während ich mir keinen Illusionen hingebe, dass ihr mir die Güte erweist, euch für den Verstoß gegen meine Rechte zu entschuldigen, soll dieser Brief andere über euren Rechtsmissbrauch, euer Verhältnis zu den Rechten anderer und eurer Heuchelei informieren." Nicht etwa Absender, sondern Adressat dieses Schreibens ist die niederländische Antipiraterie-Organisation BREIN. Durchaus zurecht.

Denn die Rechte Dritter sind den selbsternannten Netzwächtern offenbar nur solange von Interesse, wenn sie sich im Besitz von Geldgebern oder Unterstützern befinden. CC-Lizenzen der "Gegner" sind BREIN hingegen die Bits nicht wert, die sie auf der Festplatte belegena, entsprechend externer Link in neuem Fenster folgtwerden Texte geklaut. Glücklicherweise von Leuten, die weniger verbohrt sind als die niederländischen Piratenjäger und es mit einem offenen Brief gut sein lassen, wo andere den Anwalt einschalten und ihre Opfer in teure Prozesse zerren.

"Ihre Organisation hat aus dem Kontext und sinnentstellend aus unseren Texten zitiert, ohne diese entsprechend der CC-Lizenz zu benennen, unter der der Text veröffentlicht wurde. Das ist ein Verstoß gegen unsere Urheberrechte, der zeigt, dass es Ihrer Seite die Professionalität in großem Stil abgeht. Weiter haben Sie auf böswillige und unzutreffende Weise die Quelle, von der Sie ihr Material gestohlen haben, als "Piraten-Weblog" bezeichnet. Das erfüllt den Tatbestand einer strafbaren Verleumdung angesichts dessen, dass weder Eigentümer oder Team der Publikation  - eine respektierte und bekannte Newsquelle im Bereich Filesharing - der Piraterie jemals beschuldigt, verfolgt oder verdächtigt wurde."

So der externer Link in neuem Fenster folgtoffene Brief von Torrentfreak an BREIN, eine Antwort wird indessen nicht erwartet. Ebensowenig wird BREIN juristischen Ärger zu befürchten haben:

"Wir haben nie ernsthaft rechtliche Schritte erwogen, wir zeigen nur, wie sich diese Anti-Piraterie-Organisationen tatsächlich verhalten. Der zentrale Unterschied zu uns ist, dass wir nicht bösartig sind. Wir sind stolz darauf, niemals Menschen zu bedrohen."

  • 8 Kommentare zum Artikel
  • Nun, als Scener der ersten Stunde (da waren die meisten von euch noch gar nich da oder im Grundschulalter) kann ich dazu nur sagen, das man mittels CYBERWAR SOLCHEN HUNDEN DEN ARSCH BRATEN MÜSSTE! Zu unseren Zeiten hat es sowas nicht gegeben. Also das müsste man als Video auf allen Portalen spreaden, als Intro auf allen Releases verbreiten (egal, ob Film oder Game), als Demo coden und überall posten, den Server shooten und wat sons noch so ...

    ilchromll am 28.11.2007 09:50
  • Zitat: Zitat von DasFragezeichen Ich hätte geklagt und rausgegholt, was rauszuholen ist. ... Im Prinzip gebe ich dir da Recht. Ist aber immer auch eine Sache der Verhältnismäßigkeit. Die Aussicht im Laufe eines solchen Verfahrens, nicht mal mehr zu seinem Schlaf zu kommen und auch sonst keine rechte Freude mehr am Leben zu haben, lässt einen schon Zögern. Für dergeartete Spiele der Rechthaberei braucht ...

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