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02. Februar 2005

Bockwurst - StA will User belangen

punkt1: IPs seien jedoch nicht geloggt worden

Das LKA Sachsen gab heute in einer Presserklärung bekannt, dass sowohl gegen die Betreiber von Bockwurst als auch gegen die User Verhandlungen in die Wege geleitet wurden. Analog zum Fall FTPwelt.com müsse nach Ermittlung von Userdaten geprüft werden, welche Maßnahmen von den Ermittlungsbehörden dann ergriffen werden.

Zu weiteren Stellungnahmen war die Pressestelle der StA Görlitz nicht bereit - was nach außen gegeben würde, beschränke sich ausschließlich auf den Inhalt der Presserklärung.

Auf dem gulli:board äußerte sich inzwischen punkt1, der ehemalige Betreiber von Bockwurst: die Datenlage dürfte mager ausfallen, da AntiLeech, welches bei der Seite zum Einsatz kam, keine IPs logge. Logdateien der Server würden der StA keine vorliegen, das Logging der Server sei seinem Wissensstand nach deaktiviert gewesen.

Analog zum Verfahren um FTPwelt.com ist damit zu rechnen, dass versucht wird, so viel Verunsicherung wie möglich zu schaffen und dafür entsprechend zu versuchen, auch User zu belangen. Anders als bei FTPwelt, wo auch über Geldzahlungen Userdaten ermittelt werden können, dürfte sich der Aufwand bei den Bockwurst-Usern als durchaus höher herausstellen. Die StA Görlitz hat nach Aussagen der mit FTPwelt befassten StA Mühlhausen auch noch keinen Kontakt zu Mühlhausen aufgenommen - was jedoch wenig heissen will. Aber ob eine SMS - Spende ein Straftatsbestand ist, dürfte ziemlich fraglich sein, ob so leicht wie bei FTPwelt.com Userdaten ermittelt werden können, wird sich erst nach der Analyse der Server herausstellen - wenn die denn kommt.

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