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14. November 2008
BND IP-Adressen bekannt gewordenBei Internet-Recherchen ist es offenbar gelungen, bestimmte IP-Adress-Bereiche dem deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) zuzuordnen. Interessantes Detail dabei: Die Geheimdienstler editierten offenbar fleißig die Wikipedia. Das Portal Wikileaks veröffentlicht eine Reihe von der Deutschen Telekom gehosteter IP-Adressen, von denen zumindest ein Teil "mit fast völliger Sicherheit" dem BND zuzuordnen sein soll. Das belegen die Autoren des Artikels unter anderem durch Traceroutes der entsprechenden IPs. Nachdem man zu dieser Erkenntnis gelangte, suchte man bei der Wikipedia nach Änderungen durch die entsprechenden Adressen - und wurde prompt fündig. Dazu passen würden auch die von diesen IP-Adressen durchgeführten Wikipedia-Änderungen. Unter anderem wurde von einer der IP-Adressen, die Wikileaks einem BND-Beamten in Berlin zuordnet, der Wikipedia-Artikel zum BND selbst editiert. Dieser enthielt zuvor die Behauptung, dass im Ausland ansässige Zweigstellen des Goethe-Instituts als Tarnung für den BND fungieren. Diese Behauptung wurde von besagtem Benutzer entfernt. Außerdem sollen Beiträge zu Themen wie "schmutzigen Atombomben", Sprengstoffen und Kampfflugzeugen bearbeitet worden sein. (Annika Kremer) (via Netzpolitik.org, thx!) Verwandte News
Trackbacks
Toady hat einfach Recht mit dem was er sagt. Und wenn ich diese News lese, dann muss ich mir Frage stellen ob dies wirklich alles war, bzw. welchen Internetaktivitäten der BND sonst noch in dieser Richtung nachgeht. Desweiteren stell ich mir die Frage, warum ein Geheimdienst einen Wiki-Artikel ändern muss. Geheim-, Sicherheits, Imageangelegenheiten? Allerdings sollte man bedenken, dass der BND bei weitem nicht mit FBI o.a. ... schreps am 14.11.2008 19:55
frage: wenn man betroffene ip's auf seinem Rechner blockt(hosts datei?), dann dürften die sich doch "riesig" freuen oder? t.burny am 14.11.2008 21:53
Das hosts-File regelt meines Wissens nach nur ausgehende Verbindungen. MSX am 14.11.2008 22:04
Ja, die HOSTS-Datei dient nur zur Namensauflösung bei ausgehenden Verbindungen. Natürlich kannst du Pakete von diesen IP-Adressen von dem Paketfilter deines Vertrauens verwerfen lassen - nur: was soll das helfen? Im Zweifelsfall dürfte es das geringste Problem sein, eine IP aus einem anderen Subnetz zu organisieren - offene Proxies, Tor, VPN-Anbieter, oder ganz einfach ein privater DSL-Anschluss sind nur einige Wege. Kugelfisch23 am 14.11.2008 22:11
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