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13. September 2007

BKA Festnahme von 10 Phishern

Nach achtzehn Monaten Ermittlungsarbeit des BKA im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bonn wurden am 11.09. zehn verdächtigte Personen in Bad Homburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Elmshorn festgenommen. Den inhaftierten Personen wird vorgeworfen, als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung, Kontozugangsdaten und Transaktionsnummern deutscher Bankkunden ausgespäht zu haben, um die so erbeuteten Gelder auf Konten im Ausland zu überweisen.

Den Tatverdächtigen aus Deutschland, der Russischen Föderation und der Ukraine werden Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro zur Last gelegt. Sie setzten zum Ausspähen speziell erstellte Trojaner ein, die die Daten der Bankkunden abfingen und auf Beuteserver der Täter leiteten. Die Trojaner wurden zuvor mit Hilfe gefälschter E-Mail-Nachrichten im Internet verstreut. Die E-Mails wurden unter anderem als angeblich wichtige Mitteilungen der Deutschen Telekom AG, der eBay International AG, der 1&1 Internet AG, der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) sowie des BKA getarnt. Nach Öffnung des Dateianhangs erfolgte die Infizierung des betroffenen Rechners. Auch so genannte Botnetze sind bei der Verteilung der gefälschten E-Mails zum Einsatz gekommen.

Eigens angeworbene Mittelsmänner transferierten die Gelder abzüglich einer Provision nach Russland und in die Ukraine. Dort wurden die Gelder über eine ausgeklügelte Kombination von Dienstleistern im Bereich des electronic payment weitergeleitet und gingen schließlich auf ausländischen Konten ein. Die Konten im Ausland wurden unter Angabe falscher Personalien eröffnet. Am Ende der Transaktionskette konnten die Täter die erbeuteten Finanzmittel von Phishing, Botnetze, BKA, Polizei, Kriminalitätdeutschen Geldautomaten abheben. Der Staatsanwaltschaft Bonn und dem BKA gelang es in Zusammenarbeit mit deutschen Bankinstituten einen Großteil der illegalen Finanztransaktionen als solche zu identifizieren und zu unterbinden. Im Rahmen der Hausdurchsuchungen wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter eine Vielzahl von Laptops, PCs und andere datenverarbeitende Geräte. Gegen 8 der 10 festgenommenen Personen wurde noch am selben Tag die Untersuchungshaft angeordnet.

  • 7 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Die Konten im Ausland wurden unter Angabe falscher Personalien eröffnet. ihr wisst schon das es sowas wie geldwäschegesetze gibt etc., jede bank wird von ihrem klienten detaillite informationen anfordern(ja, das gilt auch für offshore banken).

    Sm0KeHeaD am 13.09.2007 20:49
  • naja... auch das gwg kann umgangen werden ... es gibt die möglichkeit pässe so zu fälschen dass die auch von ner deutschen behörde stammen könnten - inklusive passender nummern usw. man kann auch einfach die bankangestellten durch eine gewisse summe dazu bringen ein auge zuzudrücken .... man kommt immer um gesetze rum, is nur die frage wieviel man zu investieren bereit is.... und gwg gibbet nur hier in de, andere länder haben maximal ähnliche ...

    Laird_Dave am 14.09.2007 22:19
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