BKA führte Razzia wegen "Carding" durch (Update)

Annika_Kremer am Donnerstag, 26.11.2009 17:26 Uhr (Rating: )

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Das Bundeskriminalamt (BKA) führte am gestrigen Dienstag eine großangelegte Razzia gegen zahlreiche "Hacker" durch. Im Fokus stehen offenbar vor allem Menschen, die mit gestohlenen Kreditkartendaten und ähnlichen Datensätzen handeln.

Der Handel mit derartigen Daten, das sogenannte "Carding", ist mittlerweile ein lukratives, gut organisiertes Geschäft. "Inzwischen hat sich eine große und ausgereifte Untergrundwirtschaft entwickelt. Heute findet man dort alles, was es auch in einer richtigen Wirtschaftsumgebung gibt: Hersteller, Händler, Dienstleister, 'Betrüger' und Kunden. Sein Geld in dieser Schattenwelt zu verdienen, ist für viele nur ein Sprungbrett in die organisierte Kriminalität, obwohl (oder weil?) man zu keinem Zeitpunkt persönlichen Kontakt mit den Geschäftspartnern hat," schreiben die Autoren der Seite Datenfahndung.de, Experten im Bereich der IT-Sicherheit, in einem sehr ausführlichen Bericht über die Szene. In dem Forum, das diesmal im Zentrum der Razzia stand, soll daneben auch Schadsoftware gehandelt worden sein.

Das Thema ist also brisant - und das blieb offenbar auch den Ermittlungsbehörden nicht verborgen. Nun versuchte man, der Szene einen Schlag zu versetzen. Mehr als 200 Polizisten durchsuchten am Dienstag 46 Wohnungen im gesamten Bundesgebiet, wie das BKA und die Staatsanwaltschaft Bonn am Mittwoch mitteilten. Dabei wurden drei Menschen vorläufig festgenommen und große Mengen an Hardware beschlagnahmt. Parallel zu den Bemühungen des BKA fanden auch in Österreich zahlreiche Hausdurchsuchungen statt.  

(via onlinekosten.de, thx!)

Update 1: 

Nach Berichten der Seite futurezone soll der in Österreich ansässige Administrator des als "Elite Crew" identifizierten Forums zudem ein Botnet mit 100.000 "Zombies" betrieben haben. Auch das ist in der Szene typisch - Botnets können beispielsweise für DDoS-Angriffe und zum Versand vom Spam benutzt werden und bieten Cyberkriminellen somit eine lukrative Einnahmequelle.

Update 2:

Wie futurezone berichtet, soll der Betreiber des Forums, ein 19-jähriger Österreicher, der in der Szene unter dem Pseudonym "13speedtest37" auftrat, wieder auf freiem Fuß sein. Für ihn könnten sich allerdings massive rechtliche Konsequenzen ergeben. Um den genauen Schaden, der durch die Cyberkriminellen angerichtet wurde, zu beziffern, müssen die Ermittler noch zahlreiche beschlagnahmte Datenträger untersuchen, was einige Wochen dauern wird. Bereits jetzt geht man aber von einer Schadenssumme von 23.000 Euro aus.

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387 Reaktionen aus dem gulli:Board

thedoginthewok am 05.02.2010 19:58:21:
Sind jetzt alle leute am arsch die bei 1337crew angemeldet waren? Nein. Ich hab mich da auch mal aus Langeweile registriert, aber es passiert mir nix, bin fast 90% sicher....

CronekorkN am 06.02.2010 17:02:43:
thedogintheweb hat keine Ahnung. Ich habe mich in die USA abgesetzt, weil die Bundeswehr mich festnehmen wollte. Alle die bei 1337crew registriert waren kommen ins Gefängnis!!1 Wegen Mitwisserschaft und Betrug. Ist total plöd und so. Ich würde schonmal losrennen john225, weil 1337crew ist total...

ironkung am 06.02.2010 20:25:03:
Da sollte nicht mehr viel passieren, sollte jemand mit einen von den 3 Nasen nachweislich Handel getrieben haben, ist es sehr wahrscheinlich das die Grünen vorbeischauen. Aber das hätten/haben sie längst. Gibt bei irgend ner Rechtshilfe Seite jemand der das zumindest behauptet, kann man bei 3 nac...

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