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14. Januar 2005
BitTorrent unter DruckZur Zeit sind einige der grössten BT Tracker-Seiten down. Wie einige von euch vielleicht bereits bemerkt haben, sind torrentbits, liquidtorrents, suprnova und dvdr-core momentan nicht erreichbar. Leider konnten wir bisher keine zuverlässige Quelle für die Gründe dafür finden. Nun kocht natürlich die Gerüchteküche hoch, wie es dazu kam. Wir halten es angesichts der Tatsache, dass BT angeblich 1/3 des Toplevel-Domain .org erreichbar waren, deren Besitzer bekanntermassen leicht mittels eines whois ermittelt werden können, scheint diese Vermutung realistisch. Jedoch gibt es ein paar Hintergründe, angesichts derer man nicht in Panik ausbrechen muss, selbst wenn die Seiten tatsächlich durch die Polizei geschlossen wurden. Auf den Seiten selbst wurden keine illegalen Inhalte verbreitet. Es wurden lediglich die torrents verteilt und teilweise die Tracker betrieben. Ähnlich den eDonkey-Servern wurden auf den Servern selbst keine illegalen Inhalte gehostet. Auch gegen die eDonkey-Server gibt es keine wirkliche Handhabe. Zwar sind einige auch aus juristischen Gründen nicht mehr online, jedoch wurden alle nur geschlossen, weil die Betreiber keine Lust auf eine gerichtliche Auseinandersetzung hatten. Was möglich wäre: da das Filtern von Inhalten bei BT-Trackern im Gegensatz zu ed2k-Servern deutlich einfacher ist, könnte durch ein Gericht eines Tages die Auflage an die Tracker kommen, dass künftig Torrentnamen gefiltert werden müssen. Jedoch führt das auch wieder zu Problemen. Eine aktuelle Blackllist wird nahezu unmöglich sein, weil sie mit den schnellen Releases der Audio- und Videoindustrie nicht mithalten kann. Selbst wenn die Tracker dann nur noch Releases von z.B. FreeBSD zulassen, werden wir vielleicht künftig FreeBSD-Releases der Build Version "Ocean’s Twelve" auf 2 CDs zu Gesicht bekommen. Und auch die Leute, die sich in den Foren der Seiten oder den Seiten selber mit gültigen Mailadressen angemeldet haben, sollten bedenken, dass zumindest in Deutschland noch immer die Unschuldsvermutung gilt. Es muss einem also definitiv eine Straftat nachgewiesen werden, bevor man verurteilt werden kann. Und auch in Zeiten, in denen insbesondere die Musikindustrie scheinbar immer mehr Macht bekommt, steht das Gesetz immer noch höher. Trackbacks
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