Im Mai 2008 erhielt die Torrent-Suchmaschine isoHunt eine Aufforderung der CRIA (Canadian Recording Industry Association), ihre Seite vom Netz zu nehmen. Man verletze damit das Urheberrecht. Kurze Zeit später im Juli wurde der QuebeckTracker nach einer Klage der CRIA, sowie 30 weiterer Firmen und Verbände, geschlossen. Um einer ähnlich hohen Summe wie den damals angedachten 200.000 Dollars Strafe und dem gleichen Schicksal zu entgehen, entschloss sich isoHunt im September zum Gegenangriff.
Gary Fung strebte also einen Prozess an (PDF), der die Grundsatzfrage klären soll, ob eine Suchmaschine wie isoHunt oder auch die Schwesternseiten Torrentbox und Podtropolis, illegal seien. Letztlich verteile oder hoste man dort keinerlei Torrents oder gar Files, sondern indexiert selbige nur von anderen Seiten. isoHunt macht also letztlich exakt das gleiche, wie Google oder jede andere Suchmaschine. Um die Absurdität der Forderung der CRIA zu demonstrieren, zeigte man dem Richter eine entsprechende Google-Suche nach Torrent-Files für Coldplay-Alben. Bei dieser speziellen und dennoch eigentlich ganz normalen Suchform ist es möglich, nach speziellen Filetypen zu suchen. Das Ergebnis war wie zu erwarten eine umfangreiche Auflistung verschiedenster Angebote, die der Branchenriese Google fein säuberlich auflistet.
Mit diesen eindeutigen Tatsachen konfrontiert sah sich der Richter nicht zu einem Urteil befähigt und forderte weitere umfangreiche Untersuchungen an. Würde man hier nun voreilig von einer Copyright-Verletzung sprechen, dann hätte dies weitreichende Konsequenzen, die auch andere Suchmaschinenbetreiber ins Visier der Copyright-Vertreter brächten. Ansonsten müßte man dann konsequenterweise selbige Klagen gegen jegliche Suchmaschinen führen, sowie Forderungen von der Entfernung der Inhalte, bis hin zu Schadensersatzansprüchen. (MSX)
(via Torrentfreak, thx!)
| 4 Reaktionen aus dem gulli:Board |
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geckor am 13.03.2009 14:26:02: |
Iron_Monkey am 13.03.2009 15:47:16: |
KidZler am 13.03.2009 16:59:55: |