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23. August 2007

BitTorrent-Admin zur Windows-Nutzung verdonnert

2005 wurde Elitetorrents gebusted, mehrere Haftstrafen wurden gegen die Betreiber des Trackers verhängt. Eine Bewährungsauflage der besonderen Art folgt nun für den zu fünf Monaten Haft verurteilten Scott McCausland aka Sc0t. Der Ex-Admin muss sein Ubuntu löschen und ein Windows-OS installieren, ansonsten droht völliges Rechnerverbot.

Die skurrile Microsoft-Pflicht ist die externer Link in neuem Fenster folgtFolge einer Verpflichtung, seinen Rechner und seine Internetverbindung für fünf Monate überwachen zu lassen. Seine PC-Nutzung ist für diese Zeit streng reglementiert, und um die Einhaltung der Auflagen zu kontrollieren, muss auf dem Rechner eine Überwachungssoftware installiert werden.

Diese Software existiert: nur läuft sie nur auf Windowssystemen. Will er seinen Rechner verwenden, muss er ein OS nutzen, auf dem die Monitoring-Software installiert werden kann. Zu deutsch: ein Windowssystem. Sk0t betrachtet die bizarre Auflage als externer Link in neuem Fenster folgtreine Schikane:

"Ich glaube, die ganze Situation zeigt nur einmal mehr, wie ich dem Willen der Strafverfolger unterworfen werden soll. Ich habe meinen Anwalt benachrichtigt und wir werden dagegen vorgehen. Es geht nicht darum, dass sie mich überwachen, es geht darum, dass ich mein Leben völlig neu strukturieren muss (anderes Betriebssystem, andere Anwendungssoftware) und ich gezwungen werde, mir Software zu kaufen, obwohl ich arbeitslos und mit meinen zwei Strafverfahren auch schwer vermittelbar bin. Es ist schlicht eine verrückte Situation. Warum soll ich mich an ihre Software anpassen? Sie sollten Software nutzen, die mir angepasst ist."

Fünf Monate Haft, fünf Monate Hausarrest - inclusive Rechnerüberwachung und die Verpflichtung, teure Software zu kaufen, will der Verurteilte den Anschluss an die Internetwelt nicht verlieren - und darüber hinaus eine Geldstrafe. Das das Fazit für den Siteop. Vor allem wegen dem externer Link in neuem Fenster folgtPrerelease von "Revenge of the Sith" stand Elitetorrents im Fadenkreuz der Ermittler, der urteilende Richter betonte, dass es sich bei den Betreibern keinesfalls um moderne Robin Hoods, sondern um recht gewöhnliche Diebe handele.

Die indessen während und nach ihrer Strafe einen Anspruch auf Resozialisierung haben. Ihnen mit Kaufzwang proprietärer Software dabei Steine in den Weg zu legen, leistet ungefähr das Gegenteil.

  • Zitat: Zitat von Shamun  Ich würde einfach alle Programme mit gleichen eigenschaften wie die kostelosen Tools unter Linux kaufen und die rechnung an Vater Staat schicken. wenn sie fragen was dass soll "wenn ich windows nutze dann nur unter gleichen bedingungen wie linux: kostenlos" jop

    jazz145 am 23.08.2007 20:46
  • Zitat: Zitat von jazz145  jop na ganz so einfach werden sie es ihm nicht machen, da wird es wohl auch kontrollen geben.

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