gulli: Bin Ladens Second Life: US-Geheimdienste wollen Terroristen in WoW suchen
27. Februar 2008

Bin Ladens Second Life US-Geheimdienste wollen Terroristen in WoW suchen

Gamer aller Länder sollten aufpassen auf welche Art sie ihre Gegner bei World of Warcraft oder anderen Spielen ins Jenseits befördern. Das Office of the Director of National Intelligence (ODNI) arbeitet derzeit ernsthaft an einer Software zur Aufdeckung von Terroristen in Online-Spielen. Derweil arbeiten andere Analysten der Branche an ihren Ausarbeitungen um zu beweisen, warum solche Schritte im Zuge der Terrorbekämpfung völlig sinnlos sind.

Das Projekt "Reynard" soll zunächst das normale Verhalten in Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPG) untersuchen, um auffälliges Verhalten automatisch davon unterscheiden zu können. Verdächtige Verhaltensweisen und Aktionen von Avataren sollen in Spielen wie World of Warcraft (WoW) und anderen Online-Games identifiziert werden, um die entsprechenden Akteure zu überwachen. Das Projekt "Reynard" stellt laut dem aktuellen Data Mining Report aber nur den Anfang dar.

Video-Analyse-Tools sollen Gesichter und verdächtige Gegenstände automatisch erkennen, um gefährliche Personen frühzeitig zu identifizieren. Unter Tangram versteht man ein System, dass die virtuelle Welt komplett kontrollieren soll. Angriffe sollen als solche erkannt werden bevor die Täter sie durchführen können. Auch will die Homeland Security ein Programm zur Sammlung und Ausweitung der eigenen Datenbanken erstellen. Primär geht es dabei um gleichartige Handlungsmuster der Avatare, die ihrerseits wieder die Bösen von den Guten trennen sollen.

Andere Sicherheitsexperten äusserten erhebliche Bedenken. Sie halten eine Rekrutierung neuer Terroristen über solche Spiele für höchst unwahrscheinlich. Selbst wenn man Gelder ohne jegliche Kontrolle transferieren und sich in virtuellen Welten treffen könnte, sind solche Planspiele nicht mit der Realität vereinbar. Im Fall eines Anschlages sind die Terroristen einem extremen psychischem Druck ausgesetzt, wie will man diese Personen virtuell darauf vorbereiten? Forscher Jim Cooper hält solche Überlegungen für lächerlich. Mit der Wirklichkeit sind solche virtuelle Welten nicht vergleichbar, die Rekrutierung und das Training von Terroristen kann seiner Meinung nach dort nicht effektiv durchgeführt werden.

Auch wenn mittlerweile für die Anmeldung bei Second Life lediglich eine funktionierende E-Mail Adresse anstatt einer Kreditkarte ausreicht, werden von den Betreibern der Spiele sämtliche IPs mitgeschnitten. Von Anonymität kann daher keine Rede sein. Salon.com munkelte, vielleicht geht es lediglich darum, die gesetzlichen Grundlagen für die Überwachung in den USA noch mehr auszuweiten. Wenn im echten Leben schon keine Bomben mehr explodieren, muss halt die Second Reality herhalten.

(via TechDirt & Wired Blog & salon.com)

 

Osama bin laden

 

Ist er es oder nicht? Osama Bin Laden in 3D

  • 43 Kommentare zum Artikel
  • ich frag mich echt wie normalen leuten sowas einfallen kann... nehmen wir mal an uns kommen aliens besuchen und wir schicken die zum erstkontakt... die sache können wir dann vergessen, der erste gedanke bei den aliens wäre das es hier auf dem planeten kein intelligentes leben gibt. so blöd kann noch nicht einmal ne scheibe toastbrot sein wie die!!! und wenn dann in wow, silkroad und css jeweils 1 char mit dem namen bin laden auftaucht ...

    Fanatec am 27.02.2008 23:05
  • Zitat: Zitat von Fanatec ich frag mich echt wie normalen leuten sowas einfallen kann... ob das normale leute sind, wage ich doch stark zu bezweifeln. mit ihrem wahn, alles und jeden überwachen zu wollen, zeigen die doch nur, an was für paranoia die jungs leiden. für mich ist das doch nur ein weiterer schritt in richtung totalüberwachung, damit sie am ende die demokratie abschaffen und ihre ...

    Danger_Mouse am 28.02.2008 00:39
  • derartige Aktionen sind rufschädigend für die Produzenten dieser Spiele, warum die wiederum nichts gegen derlei Eingriffe unternehmen ist aber ebenso fraglich. Man wird sich daran gewöhnen müssen dass zukünftig alles was mit INET zu tun hat überwacht wird bzw. für die Produzenten von Games, Software u. Betriebssystemen es die Auflage gibt eine Schnittstelle für Ermittlungsbehörden einzubauen. Bei den Produkten von Mr Gates, bin ich überzeugt ...

  • Der auf dem Bild . ER IST ES B.i.n L.a.d.e.n hat gezockt ! Jetzt wissen wir was er macht. Ich muss übrigens schwer aufpassen was ich schreibe. Schon allein das ich sein Namen erwähne kann mich zu einem Te.r.r.o verdächtigen machen. Es sind einfach nur paranoide bastarde. sry usa. Noch mehr dumme Ideen um den Plan der Totalen Überwachung durchzuziehen. Die Neue Ordnung wird fallen !

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