<shortsplit>Bei seiner Argumentation hat sich Gates inhaltlich weit vom offiziellen Kurs seines Arbeitgebers entfernt.
"Niemand ist mit dem derzeitigen Status des DRM zufrieden. Beim Versuch der Unterscheidung zwischen legalen und illegalen Benutzern bereitet es den Käufern zu viel Kummer. Noch hat es Keiner richtig gemacht, es gibt enorme Probleme damit. Benötigt werden flexiblere Modelle...
Die Leute sollten sich die CD einfach kaufen und rippen - dann ist man auf der sicheren Seite. Das Digital Rights Management ist aktuell nicht dort angekommen, wo es sein sollte".
Gates wies auch darauf hin, dass es beim DRM an der Interoperabilität, also an der reibungslosen Zusammenarbeit verschiedener Techniken hakt. Das schönste System könnte sich nicht durchsetzen, wenn z. B. die eingesetzte Software nicht nahtlos zusammenarbeiten würde.
Begonnen hatte das Treffen mit einem teils überraschten Gates, keiner der Teilnehmer hatte ein Betriebssystem aus Redmond auf seinem Computer installiert. Es handelte sich ausnahmslos um Geräte aus dem Hause Apple. Am Schluss des lockeren Treffens plauderte er noch aus, er hätte ausnahmslos alle Musiktitel von U2 auf seinem Zune auf Lager. Zum OS der Zukunft befragt orakelte er, dass er keine dramatische Veränderung der Betriebssysteme für PCs in den nächsten drei bis vier Jahren erwartet. Allerdings würde sich deren Entwicklung insgesamt trotzdem beschleunigen.
Zu Weihachten wünscht er sich von seiner Familie DVDs mit wissenschaftlichen Sendungen der Teaching Company. Zumindest sein Wissen bezüglich der Theorie und Praxis von DRM-kastrierten Musiktiteln und wie man diese umgehen kann, darf als mehr als ausreichend bezeichnet werden.
In diesem Sinne: Frohes Fest, Herr Gates!
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quasimodo2000 am 15.12.2006 15:34:46: |
scounce am 15.12.2006 17:16:09: |
quasimodo2000 am 15.12.2006 18:42:15: |