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29. Mai 2008
BigBrotherAwards 2008 Datenkraken mit einem "Oscar" nominierenDie überaus fleißigen Datensammler begegnen uns überall: am Arbeitsplatz, beim Einkauf, in der Mensa, auf Reisen oder auch im Internet. Die Jury der BigBrotherAwards ist noch auf der Suche nach neuen Kandidaten für die diesjährige Verleihung der übelsten Datenkraken. Warum man diese auszeichnet? Damit sie das erhalten was sie am wenigsten möchten: öffentliche Aufmerksamkeit! Manchmal erscheint es einem, als wenn es jedes Jahr schlimmer wird: Vorratsdatenspeicherung, RFID-Schnüffelchips, die geplante elektronische Gesundheitskarte, die lebenslange Steuer-Identifikationsnummer, Telefon- und Videoüberwachung, Kundenprofile, um nur ein paar Aspekte dieses Themengebietes zu nennen.
Deswegen fragt die Jury in die Runde, welchen Datenkraken sie noch übersehen haben. Wer sonst ist es noch wert, einen Preis für den schlechtesten Datenschutz zu erhalten? Unternehmen wie Payback, Lidl, die GEZ, Novartis Pharma GmbH, Deutsche Bahn, Marriott, Hyatt und Intercontinental Hotels und Microsoft haben ihn schon. Herr Schäuble läuft eh außer Konkurrenz, zumal man den übereifrigen Minister ansonsten jedes Jahr aufs Neue auszeichnen müsste. Und Portale wie StudiVZ stehen schon in den Startlöchern für die diesjährige Veranstaltung in Bielefeld. Die Vorschläge können noch bis zum 15. Juli auf der Website abgegeben werden. Die Verleihungsgala findet dieses Jahr am 24. Oktober erneut im Historischen Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld statt. Die Gulli Redaktion wird neben den Vertretern zahlreicher Online-, Print- und Rundfunkmedien wie üblich anwesend sein. Der Name der Veranstaltung wurde George Orwells negativer Utopie "1984" entnommen, in der der Autor bereits Ende der vierziger Jahre seine top aktuelle Vision einer totalitären Überwachungsgesellschaft entwarf. Die Preisskulptur, eine von einer Glasscheibe durchtrennte und mit Bleiband gefesselte Figur, wurde von Peter Sommer Verwandte News
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