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18. Januar 2008
Überwachungskameras in Großbritannien Nutzlos, die zweiteDass die massive Videoüberwachung in Großbritannien praktisch keine positiven Folgen hat, wurde schon belegt - der "gefühlten" Sicherheit steht kein tatsächlicher Rückgang von Kriminalität gegenüber. Insofern überrascht es nicht im Geringsten, dass auch "asoziales Verhalten" durch die CCTVs nicht beeinflusst wird. Und das Statement kommt nicht etwa von Kritikern der Videoüberwachung, sondern aus kreisen, die dem Schönreden von Überwachungstechnik wenig verdächtig sind: Graeme Gerrard ist Chef der Videoüberwachungs-Abteilung bei der Association of Chief Police Officers ACPO. Und seiner Meinung nach bewirken die Kameras allenfalls an Orten etwas, wo potentielle Verbrecher mit ihrem Vorhandensein rechnen und ihre Aktivitäten entsprechend planen. Beides gilt jedoch nicht bei den Haupttätern, was Vandalismus angeht: denn diese sind in der Regel betrunken.
Und Besoffene sind nun für alles mögliche bekannt, aber nicht für ihre herausragende Fähigkeit, sich rational zu verhalten. Weswegen sie sich auch wenig um Kameras kümmern. Entsprechend drastisch ist das Zeugnis, das Gerrard der Videoüberwachung ausstellt. In der Regel von den Kommunen gewünscht, werden CCTV-Anlagen installiert und enttäuschen dann regelmäßig die Erwartungen der Bevölkerung, die sich ruhigere und sicherere Straßen erhofft. Der Effekt auf Vandalismus und Trunkenheit in der Öffentlichkeit ist jedoch nicht vorhanden. "Sie (die Kameras) verhindern die meisten Straftaten nicht. Ich denke, sie (die Bürger) sind häufig fehlgeleitet in Bezug auf die tatsächliche Menge an Straftaten, die durch CCTV verhindert werden..." Woran Gerrards Organisation jedoch nicht ganz unbeteiligt ist: auch die ACPO hat in Stellungnahmen zur Videoüberwachung versprochen, eine "signifikante Verbesserung" der Beweislage bei Straftaten zu erzeugen. Die Wirklichkeit sieht einmal mehr anders aus. Das wird natürlich die einschlägigen Hardliner nicht daran hindern, weiter das Blaue vom Himmel zu versprechen, wenn Videoüberwachung erst flächendeckend im Einsatz ist. Wie gehabt: geht es um Überwachungstechnik, dann sind Fakten in der öffentlichen Debatte allenfalls störendes Beiwerk. Verwandte News
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