Überwachung: Videoüberwachung in britischen Klassenzimmern

gullinews am Sonntag, 28.12.2008 03:36 Uhr (Rating: RatingRatingRatingRatingRating)

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In Großbritannien ist die Kameraüberwachung öffentlicher Orte bereits seit Jahren Standard. Nirgendwo kommen so viele Überwachungskameras auf 100 Einwohner wie im Vereinigten Königreich. Nun aber wurde bekannt, dass die Briten Überwachungskameras auch noch an ganz anderen Orten einsetzen: Rund 85 Schulen in Großbritannien sollen bereits den Unterricht und die Pausen mit derartigen Kameras überwachen, indem sie diese in ihren Klassenräumen anbringen.

Sowohl Grundschulen als auch weiterführende Schulen und Hochschulen bedienen sich der viel beworbenen Technik - einige der betroffenen Schüler sind somit nicht älter als vier oder fünf Jahre. Die Befürworter der Kameraüberwachung im Klassenzimmer sehen dennoch keinen Grund für ein schlechtes Gewissen: Diese Überwachungsmaßnahme diene nur dem Wohl der Schüler, argumentieren sie und belegen das auf verschiedene Art und Weise.

Die Systeme der Firma Classwatch, bestehend aus Kamera, Mikrofon und einem sicher eingeschlossenen Festplattenrecorder, sollen dem Lehrer unter anderem ermöglichen, Schüler zu identifizieren, die den Unterricht stören, wenn der Lehrer nicht hinschaut. Auch gegen Mobbing, undiszipliniertes Benehmen und falsche Anschuldigungen gegenüber Lehrern soll das das System schützen. Kommt es zu strafrechtlich relevanten Vorfällen, haben die Entwickler des Systems vorgesorgt: Spezielle Beutel, die Classwatch direkt mitliefert, sind extra für vor Gericht zu verwendende Beweismittel gedacht. Folgerichtig wirbt die Firma auch ausdrücklich damit, dass die Kameras dem Sammeln von Beweismaterial dienen können und sollen. Als zusätzlicher Bonus sollen die Kameras auch das Lernen erleichtern: Unterrichtsstunden könnten so zum Zweck der Wiederholung oder für Schüler, die gefehlt haben, aufgezeichnet und weitergegeben werden.

Datenschützer, darunter der Information Commissioner, bezweifeln die Vereinbarkeit dieser Systeme mit geltendem Recht. Momentan laufen entsprechende Untersuchungen. Gegner sehen die Privatsphäre der Schüler durch die Kameras und Mikrofone extrem stark eingeschränkt. (Annika Kremer)

(via Daily Mail, thx)

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41 Reaktionen aus dem gulli:Board

titus_shg am 29.12.2008 19:37:42:
Der Mensch braucht immer gewisse Freiräume, das gehört zur Menschenwürde dazu. Die Menschenwürde ist so lange kein Problem, wie sie die Politik nicht in ihrer Gesetzgebung behindert. Und wenn "Freiräume dazu genutzt werden, Straftaten zu begehen", muss das von de...

Oburi am 30.12.2008 09:10:14:
Die Briten haben doch eh überall Cams... Wen wundert das jetzt noch? Vorallem bei den Jugendbandenkriegen die im Moment Britanien erschüttern. Zudem wenn man (wie ich) ein Mobbing Opfer ist (ok, in dem Fall war...xD) ist so etwas sehr sinnvoll. Gerade in den Bildungsanstalten gibt es immer häufig...

computersmily am 30.12.2008 16:56:40:
Du willst Kamaras damit rechtfertigen das du mal gemobt wurdest? Gehts noch? :rolleyes: Durch die Kameras gibt es kein Mobbing Opfer weniger. Die Jungs wissen selbst auch wo eine Kamera steht. Die finden schon einen Ort und vor der Kamera ist alles voll friede freude eierkuchen. Mobbing und Gewalt...

 

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