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04. Dezember 2007

Überraschung Websurfer wollen Videos runterladen

Erstaunliche Umfrageresultat in Großbritannien: von zukünftigen Breitband-Netzzugängen erhoffen sich die befragten Briten überwiegend die Möglichkeit, Videofilme herunterzuladen. Bevor man sich aber über das erwartbare Ergebnis amüsiert: die Contentanbieter werden vermutlich nur mit solchen Ergebnissen dazu gebracht werden können, entsprechende Angebote auch zu machen. Am Rande: die Heimüberwachung per Kamera ist in Großbritannien ebenfalls sehr populär.

Denn bisher ist die Lage in den "Online-Videotheken" externer Link in neuem Fenster folgtetwas trostlos. "externer Link in neuem Fenster folgtMehr zahlen, externer Link in neuem Fenster folgtweniger kriegen" scheint das Motto der Anbieter zu sein, wenn man betrachtet, wie sich eine Online-Videothek wie Movielink von den guten alten Reallife-Verleihern unterscheiden soll.

61% der User würde sich mit einem Video-Downloadservice anfreunden können, der die DVD in fünf Minuten auf die heimische Platte bringt. Insofern wird eine Umfrage, die klar aussagt, dass die Kunden durchaus Videodownloads wünschen, hier hoffentlich einen Denkanstoß geben dahingehend, dass der Markt offenbar vorhanden, das Angebot indessen mehr als dürftig ist.

Auch wenn Michael Phillips, Direktor vom Studienersteller BroadbandChoices schon wieder in andere Richtungen denkt und vor allem die peppigen Werbungen der Provider anprangert, hinter deren Versprechungen die Realität oft zurückbleibt. Denn ob der abends betrachtete Video nun mit echten 8MBit gezogen wird oder eben der Download zehn Minuten länger dauert, wird in der Realität weniger relevant sein. Dort wird die Frage nach der Flexibilität eine Rolle spielen - wo, wann, wie oft und worauf der Film anschließend betrachtet werden kann.

Ein anderes Ergebnis der Studie wird interessanterweise von der externer Link in neuem Fenster folgtBBC nur am Rande erwähnt: beachtliche 42% der Nutzer würden ihren Breitbandzugang gerne dazu nutzen, ihre Wohnung per Kamera in guter Auflösung überwachen zu lassen. Wozu man für diesen Zweck einen Breitbandanschluss braucht, bleibt im Dunkeln - aber vielleicht sollte hier auch nur am Rande gezeigt werden, dass ein beachtlicher Teil der Briten nicht nur der Überwachungsgesellschaft kritiklos gegenüberstehen, sondern auch selbst angesichts einer technisch absurden Fragestellung bereitwillig zugeben, auch gerne ihren Teil zum weiteren Ausbau der Überwachung beitragen zu wollen.

  • 6 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von GFXman Bei uns in .ch werden Politiker die insider wissen oder Beschlüsse dafür verwenden um sich privat daran zu bereichern, rausgeschmissen und kommen in U-Haft. Konten werden gesperrt etc. In .de ist das wohl anders. Reib' uns doch noch Salz in die Wunde(n)... Zum Thema Kamera in der Wohnung, wollen sich die Briten mit einer Webcam überwachen lassen oder selber ihre Wohnung ...

  • Um mal auf die Preise der Online-Videotheken einzugehen... Die Filmindustrie macht den gleichen Feher wie die Musikindustrie. Sie sind sogar genau so dumm und merken es nicht. Wer MP3s für nen euro das stück kauft, kauft auch nen Polo von der Stange für 50.000 Euro. Schade nur, liebe MI, dass niemand mehr so dumm ist (wie ihr). Und wer leiht sich denn bitte nen Film aus für 2,50/24std (minimum) (bei Maxxdumm z.B.)? Es gibt kein ...

    -ZiGGY- am 05.12.2007 12:40
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