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17. Dezember 2007
Überraschung Wahlcomputer in Ohio anfällig für ManipulationDamit konnte nun kaum jemand rechnen: eine Untersuchung aller fünf Modelle von Wahlcomputern, die 2008 in Ohio für die Präsidentschaftswahlen eingesetzt werden sollten, sind anfällig für Manipulationen. Wenig überraschend auch die Reaktion der Hersteller, die sich auf ein recht simples "Stimmt gar nicht" komprimieren läßt. Übrigens: Diebold heißt inzwischen Premier Election Solutions, ein Schelm, der böses dabei denkt. Eine Untersuchung aller fünf in Ohio verwendeten Wahlcomputer endete mit fünf Verlierern. Die Hoffnung, dass ein System zumindest sicherheitstechnisch weniger schlecht als die anderen war, erfüllte sich nicht. Worten zitiert, es wäre
"... schlimmer, als ich gedacht hatte. Ich hoffte, dass sich wenigstens ein System als den anderen überlegen herausstellen würde." Getestet wurden Geräte der Hersteller Elections Systems and Software, Premier Election Solutions (früher: Diebold) und Hart InterCivic. Alle waren manipulierbar: via Zugriff auf Speicherkarten durch das simple Knacken der Schlösser an den Geräten, durch die drahtlose Einschleusung falscher Stimmen via PDA oder durch den Angriff der Server mit Malware. Erschreckender als die Schwachstellen jedoch die Statements der Hersteller. Ausgerechnet ein Sprecher von Premier (Ex-Diebold) behauptete im Gegenzug, es habe "...keinen einzigen dokumentierten Fall einer erfolgreichen Manipulation elektronischer Wahlsysteme gegeben, weder in Ohio noch sonstwo in den USA." Stattdessen lobt man den von Wählern gepriesenen Bei Kindern mag die Strategie "Ich seh nicht hin, dann ist es nicht da" niedlich scheinen, wenn sie jedoch von Wahlmaschinenherstellern so offensiv zur Schau gestellt wird, stellt sich ein leicht flaues Gefühl ein. Aber auch abgesehen von der Gefahr für ein zentrales Fundament der Demokratie: zumindest das Argument, Wahlmaschinen seien doch so viel billiger in der Anwendung, kann langsam auf dem Schutthaufen der Geschichte entsorgt werden. Staatssekretärin Brunner ist noch nicht in der Lage, die Kosten des nun anstehenden Rückzugs zu papiergestützten Wahlen veranschlagen zu können. Immerhin, von der Studie weiß man das bereits: 1,9 Millionen Dollar kostete die Bürger der Nachweis, dass die Wahlmaschinenhersteller gepfuscht haben. Wieder einmal. Verwandte News
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