Bell Video Store: Internetprovider öffnet seine DRM-Videoshop Türen

Bell Video Store: Internetprovider öffnet seine DRM-Videoshop Türen

gullinews am Freitag, 23.05.2008 16:24 Uhr

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Nach den hitzigen Diskussionen, über die "traffic-shaping" Vorhaben des kanadischen Internetproviders Bell, hat dieser nun ein eigenes Videoportal eröffnet. Das angebotene Material kann online eingekauft werden und ist auch downloadbar. Es scheint als möchte Bell seinen Kunden eine legale Alternative zum Filesharing bieten. Ganz im Sinne der Konsumenten.

Die Ankündigung über den Start des Portals ist keine bahnbrechende Neuerung, denn die Firma bietet diesen Dienst schon über ein Jahr im Betastatus an. Der offizielle Start jedoch veranlasst viele zum Vergleich mit den Machenschaften des US-Internetproviders Comcast. Vuze ist ein Mitstreiter in dem Kampf um Onlinevideos und beklagte auch, dass Bell offenbar absichtlich fremden Internetverkehr verlangsame und den eigenen Daten mehr Priorität zuweise.

Das Programm, welches früher als Azureus bekannt war und sich nun Vuze nennt, verdient seine Brötchen mit einem ähnlichen Geschäft wie Bells Online-Shop. Sie bedienen sich der P2P-Technologie um eigenes Videomaterial im Netz zur Verfügung zu stellen. Im Verhältnis gesehen stellt Vuze natürlich einen kleinen Fisch im Vergleich zu Bell dar, jedoch haben diese auch dank P2P eine Möglichkeit bei der großen Konkurrenz mitzumischen. Bell selbst ist der Auffassung es müsse in Sachen Netzverkehr dringend eine Änderung vollzogen werden. Der eigentlich nur geringe und kleine Kundenteil von fünf Prozent verursacht durch das Filesharing einenTraffic von über 60 Prozent. Von diesen 60 Prozent sind über 90 Prozent auf P2P-Aktivitäten zurück zuschließen. Nun sollen die Aktivitäten überwacht werden und im Falle eines Falles die Leitung gekappt werden. Zielsetzung scheint hier zu sein, möglichst viele Kunden mit diesen Aktionen zu vergraulen.

Das konkrete Angebot der virtuellen Videothek umfasst 1.500 Filme und TV-Episoden. Diese sind nur von Windows-Usern abspielbar und via Windows DRM geschützt. Die Gebühren für eine Ausleihe bewegen sich zwischen 2 und 5 US-Dollar, möchte man einen Film käuflich erwerben so muss man dafür bis zu 20 US-Dollar auf den Tisch legen. Es besteht nun natürlich der begründete Verdacht, dass Bell bei hauseigenem Traffic kein "shaping" vornehmen wird und die eigenen Daten munter und ungebremst durchs Netz sausen lässt. Zu wem dann die Kunden, welche die Online-Theke nutzen wollen, greifen, dürfte auf der Hand liegen.

Die Anhängerschaft von Linux oder Mac muss wohl auch längerfristig auf diesen Service verzichten, denn das Video-Material bedient sich dem Schutz von Windows DRM. Eine Funktionsgarantie geben die Entwickler auf jeden Fall für Windows XP und die DRM-Hochburg Vista. Ebenso soll es möglich sein die Videos auf die Xbox 360 zu streamen. Hinsichtlich der mobilen Endgeräte besteht die Möglichkeit seine erworbenen Daten auf einige Archos-Geräte, die man übrigens auch im Shop von Bell erwerben kann, zu übertragen. Auch den Nutzern des iPods steht der Dienst nicht zu Verfügung, aber auf Zune Geräten soll alles reibungslos funktionieren.

(via arstechnica.com, thx)

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1 Reaktionen aus dem gulli:Board

gullinews am 23.05.2008 16:07:38:
Nach den hitzigen Diskussionen, über die "traffic-shaping" Vorhaben des kanadischen Internetproviders Bell, hat dieser nun ein eigenes Videoportal eröffnet. Das angebotene Material kann online eingekauft werden und ist auch downloadbar. Es scheint als möchte Bell seinen Kunden eine legale Alte...

gS- am 23.05.2008 20:14:08:
Der nächste DRM Shop :T...

 

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