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17. April 2008
Baywords Unzensiertes Bloggen bei der Pirate Bay?Solang man nicht gegen schwedisches recht verstößt, soll man bei "Baywords", dem neu gestarteten Blogdienst der Pirate Bay unzensiert bloggen können - in Anbetracht wachsender Zensurbestrebungen und der Gefahr für die freie Meinungsäußerung will TPB eine Plattform schaffen, auf der ungehindert auch unbequeme Statements veröffentlicht werden können. Hält das Projekt, was es verspricht? Ein aktuelles Wordpress, eine URL in der Form (username).baywords.com und knapp 40 Themes zur Auswahl bietet die Plattform, darüber hinaus 100 MB Plattenplatz, was für die Bloggerei vollkommen ausreichend sein dürfte, solang man Bild- und Videomaterial auslagert. Die Anmeldeprozedur ist WP-typisch einfach - Benutzername und Email werden angegeben, via Freischaltmail erhält man sein Passwort und kann loslegen. So weit, so gut. Wie weit Schweden nun aber ein sicheres Pflaster für "zensurfreie" Diskussion ist, wird sich zeigen müssen - auch dort endet die Meinungsfreiheit an den Rechten und Freiheiten anderer. Wie Macher Brokep durchblicken ließ, war der Anlass zur Gründung auch die Löschung eines Blogs wegen Urheberrechtsverstößen - und möglicherweise wird diesbezüglich die vergleichsweise entspannte Situation in Schweden andauern. Das mit den hehren Zielen der Verteidigung von Rede- und Meinungsfreiheit zu verknüpfen, ist eine Sache. Unter den geplanten Features, die zweifellos kommen, sollte Baywords dann aber auch in absehbarer Zeit eine Reihe anderer unterstützter Sprachen einpflegen - bisher steht nur Englisch zur Verfügung. Mehr Sprachen werden zweifellos notwendig sein, um tatsächlich eine freiheitliche Blogplattform zu werden auch in Ländern, in denen die Rede- und Meinungsfreiheit nicht in erster Linie durch Urheber- und Persönlichkeitsrechte Anderer eingeschränkt wird, sondern durch etwas handfestere Repressalien autoritärer Regimes. Denn "sichere Häfen" für Bürger solcher Staaten hat das Internet nötiger denn je. Wozu TPB von Herzen gewünscht sei, dass ihnen Mast- und Schotbruch erspart bleibt. Verwandte News
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