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19. September 2005

Bands und Software gegen DRM-Musik

Software von RapidSolution, Anleitung von Switchfoot

Weder Kunden noch Bands wollen DRM-kastrierte Musik haben, soviel dürfte nach den letzten Ereignissen jedem einleuchten - wenngleich dies von den Labels mit bewundernswerter Konsequenz weiterhin vollkommen ignoriert wird. Indessen sind die Konsumenten den Labels nicht hilflos ausgeliefert. Nachdem heute schon DVD-Jon einmal mehr das DRM-freie Shoppen bei iTunes möglich macht, kommt RapidSolution mit einem neuen Tool, welches DRM-geschützte Musik beim Abspielen einfach wieder aufnimmt: mit der 2.0 - Version von TuneBite geschieht das sogar mit bis zu vierfacher Abspielgeschwindigkeit. Die Soft kostet 14,90 Euro, eine kostenlose Demo ist verfügbar. Tunebite nimmt für sich in Anspruch, aufgrund der fehlenden Umgehung einer Kopierschutztechnik eine legale Software anzubieten - die Aufnahme erfolgt analog vom abgespielten Sound.

Der Dave-Matthews-Band schließen sich währenddessen Switchfoot an: In einem Forum ihres Labels Sony erklären sie, wie man den Kopierschutz ihrer neuen CD umgeht, und geben nebenbei eine klare Stellungnahme ab. Wir waren geschockt, als wir das erste mal über die neu implementierte Kopierschutzpolitik bei den meisten großen Labels hörten, Sony (unseres) eingeschlossen, und versuchten auf allen möglichen Wegen, dies für unser Album zu verhindern. Unglücklicherweise ist das die neue Vorgehensweise aller größeren Neuerscheinungen bei den Labels. Es bricht einem das Herz, Blut, Schweiß und Tränen der letzten zwei Jahre durch die Verwirrung und Frustration um diese neue Technologie entstellt zu sehen. Es ist auch unglücklich, wenn Bands wie wir, die Foo Fighters, Coldplay usw. ... Ziel der Kritik sind, obwohl es keine Möglichkeit gibt, diese neue Politik der Labels zu verhindern.

Zugegeben - mit dem richtigen Knebelvertrag gebunden, sieht es für jede Band düster aus, wenn sie in irgend einer Form Druck auf ihr Label ausüben möchte, und man mag Tim Foreman von Switchfoot seine Worte unbenommen glauben. Dass sich die Labels in keiner Form den Wünschen und Bedürfnissen ihrer Künstler verpflichtet sehen, sollte jedoch in Erinnerung behalten werden, wenn einmal die Bands vorgeschoben werden, deren Erfolg doch das einzige sei, was den Labels am Herzen liege. Es verhält sich mitnichten so.

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