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05. Februar 2008
Baidu, Xunlei Film- und Musikindustrie gegen chinesische SitesWieder einmal gehts gegen chinesische Suchmaschinen und Downloadsites: Baidu hat bereits Erfahrung, ist doch nach einigen Klagen der Labels die mp3-Suchmaschine der chinesischen Google-Alternative kaum mehr nutzbar. Sony, Universal und Sony BMG wollen weitere Sperrmaßnahmen der Suchmaschine durchsetzen. Währenddessen wurde der Contentprovider Xunlei zu einer Geldstrafe verurteilt: ohne Genehmigung bot der Hoster einen chinesischen Blockbuster zum freien Download an. Baidu dürfte der Klage der drei Labels mit Gelassenheit entgegensehen: 2006 fiel die IFPI schmerzhaft auf die Nase, als sie im Auftrag der Big Four die Suchmaschine wegen Links auf mp3-Files verklagte. Ein "unglaubliches Gerichtsurteil fernab jeder chinesischen Rechtssprechung" beklagte seinerzeit John Kennedy von der IFPI. Noch immer würden nach IFPI-Verlautbarungen 99% der Musik in China per Piraterie verbreitet. Bislang scheiterten die Zensurbestrebungen bei der chinesischen Suchmaschine jedoch weitgehend - es sei denn, man will eine Strafzahlung von knapp 7.000 Euro als Erfolg werten. Und auch beim aktuellen Vorstoß könnte der Ausgang ein ähnlicher sein - die Rechtsprechung in China hat sich diesbezüglich nicht sonderlich geändert. Beispiel: Xunlei. Der Contentprovider hatte einen chinesischen Blockbuster-Movie zum Download angeboten - nicht etwa einfach per Suchergebnis auffindbar gemacht. Von der Konkurrenz verklagt, die im Unterschied zu Xunlei für einen Monat die Erlaubnis zum Filmangebot hatte, musste Xunlei eine Niederlage hinnehmen. Wobei auch hier das Wort "Niederlage" mit Vorsicht zu genießen ist. Etwas über 14.000 Euro Strafe wurden fällig. Dafür kann man in den USA eben mal zwei MP3-Files im Shared-Ordner anbieten. Verwandte News
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