gulli: AVG: LinkScanner verursacht hohen Fake-Traffic

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28. Juni 2008

AVG LinkScanner verursacht hohen Fake-Traffic

Der Antiviren-Scanner AVG verwendet zum umfassenden Schutz der User eine Technik, bei der alle Links von besuchten Webseiten gescannt werden. Dies hat zum einen den Vorteil, dass im Netz schlummernde Gefahren frühzeitig erkannt werden können. Allerdings entstehen durch dieses Verfahren auch extrem hohe Netzlasten. Sämtliche Statistiken über die Besuche einer Webseite werden dadurch verfälscht. Mehr als 20 Millionen Nutzer hat AVG 8 bereits für sich gewinnen können. Und genau diese verursachen nun dieses überdurchschnittlich hohe vorgetäuschte Traffic-Aufkommen.

Ende Februar dieses Jahres war es so weit. AVG wurde in seiner neusten Version des Scanners mit einer Echtzeit-Scanning-Funktion ausgestattet. Damit will man Schutz auf einem ganz neuem und bisher nicht dagewesenen Level anbieten. Zum Einsatz kommt dieser auch beim Surfen im Netz. Noch bevor man auf einen Link klicken kann, soll der Scanner bereits wissen, was sich dahinter verbirgt und ob die angewählte Website eine mögliche Gefahr darstellt.

Würde man als User nun beispielsweise Google durchsuchen, so nimmt der LinkScanner sämtliche Resultate, die die Suchmaschine ausgespuckt hat, genauer unter die Lupe. Man kann sich nun vorstellen, wie viel mehr Netzverkehr durch diese Technologie verursacht wird. Der Aufruf des Scanners ist mit einem Besuch über den Browser gleichzusetzen und verursacht genau so viel Traffic. Manche Blogger halten jegliche Antivirenprogramme für Schlangenöl und denken offen über Schadensersatzforderungen nach. Es wird quasi eine Art Deckmantel für die Untersuchung benutzt. Jeder Webmaster, der sich auf die Traffic-Analysen seiner Seite verlässt, kann diese völlig vergessen. Wenn AVG unterwegs war, dann stimmen die Zahlen nicht mit den tatsächlichen Besuchern überein. Normalerweise freut sich jeder Webmaster über Besucher, aber eben nur über jene, die auch menschlicher Natur sind. Daniel Brandt, der Betreiber von Wikipedia Watch, hat eine Schätzung zum aktuellen Traffic-Aufkommen vom LinkScanner veröffentlicht. In der letzten Zeit hat sich dieses um ein Vielfaches vergrößert. Eigentlich gibt es eine relativ simple Methode, um es den Webmastern zu ermöglichen, den Fake-Verkehr aus den Logfiles zu filtern. Immer wenn der LinkScanner einer Seite einen Besuch abgestattet hat, hinterlässt er den sogenannten User-Agent-Eintrag. Dieser war bislang "Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1;1813)." Scheinbar wurde dieser Agent über das vergangene Wochenende modifiziert und kann nun drei weitere Einträge hinterlassen. Am häufigsten wird "Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows NT 5.1; SV1)" verwendet. Das ist eine weniger gute Nachricht für die Betreiber von Webseiten, die sämtliche Crawler und andere Bots aus ihren Statistiken ausfiltern möchten. Das Problem ist, dass zur allgemeinen Verwirrung auch der Browser eines menschlichen Surfers die gleiche Signatur hinterlässt.

Jeder Webmaster, der eine genaue Analyse haben möchte, muss demnach auf die Alternativ-Angebote von Google, Yahoo oder comScore zurückgreifen. Davon alleine wird aber der Traffic nicht weniger.

(via theregister, thx!)LinkScanner

  • Was soll das bringen? Virenscanner hinken den Virenschreibern immer hinterher. Damit der Virenscanner die Files scannen kann muss er sie sowieso auf die lokale Maschine runterladen. Es wird den Leuten etwas vorgemacht. Die meinen wohl dass der Virenscanner die Files auf dem Sever scannt. (Wie wohl?) Die Gefahr bleibt so oder so. Ich möchte sogar behaupten dass so ein automatischer Scan potenzieller downloads angelinkter Seiten eine ...

  • Jetzt ist es der Virenscanner und vermutlich haben wir bald das selbe mit Firefoxs "Link Prefetching" (was es mit dem Fasterfox Addon ja schon vorher gab wenn man es haben wolte...). Eigentlich müsste es sich hier bei ja ähnlich mit der Trafficlast verhalten wenn ich keinen Denkfehler habe. Wenn da andere Virenscanner und Browser nach ziehen und die leute das auch noch alles benutzten dann kann das ja heiter werden...

    Hainish am 29.06.2008 14:56
  • Zitat: Zitat von GFXman  Damit der Virenscanner die Files scannen kann muss er sie sowieso auf die lokale Maschine runterladen. Es wird den Leuten etwas vorgemacht. Die meinen wohl dass der Virenscanner die Files auf dem Sever scannt. (Wie wohl?) Was spricht dagegen, sich was runterzuladen und auf der Platte zu scannen? Außer der Möglichkeit, daß der Scanvorgang einen Fehler hat, der beim Einlesen ...

  • Zitat: Zitat von cronjob  umgekehrt ist des scanner ja DIE Ausrede um allesmögliche im Internet anzusurfen. Ist die Frage, ob das dann nicht trotzdem dein Verschulden ist, weil du ja quasi die Kontrolle über das Programm hast, und nicht das Programm über dich. Außerdem bist du ja der Besitzer, von daher mach ich hinter die Argumentation mal ein Fragezeichen. Aber könnte sein, dass du mancherorts ...

    CommandeRip am 29.06.2008 19:58
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