Autorin: Jungs brauchen Gewaltspiele

Autorin: Jungs brauchen Gewaltspiele

gullinews am Dienstag, 17.02.2009 22:01 Uhr (Rating: RatingRatingRatingRating)

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Während heutzutage viele selbsternannte Experten fordern, dass man zum Schutze der Jugend Gewaltspiele verbieten sollte, schwimmt eine US-Autorin gegen den Strom.

Peg Tyre veröffentlichte schon 2008 das Buch "The Trouble With Boys", welches schon sehr schnell zum New York Times Bestseller schaffte. Das Besondere an diesem Buch war die Aussage von der Autorin. Diese stellte sich gegen die gesamten Moralprediger, welche Kinder und Jugendliche am liebsten von Videospielen isolieren würden. Peg sagt darin aus, dass Jungs gewalttätige Videospiele in ihrer Entwicklung brauchen.

"Es macht keinen Unterschied ob Mormonen in Utah oder Lesben in Cambrige Jungs erziehen. Viele von ihnen spielen mit und denken an Gewalt", so Peg Tyre. "Wir vermuten dahinter etwas potenziell Gefährliches. Aber alles, was die Jungs machen, ist mit Ideen und Vorstellungen von Courage und Mut, Gut und Böse sowie Teamwork herumzuspielen. Die selben Werte und Vorstellungen also, die wir ihnen in unserer Kultur selber versuchen beizubringen."

Vor ihren Recherchen sah sich Tyre selber als einen "Spielehasser" und empfand Gewalt in Videospielen immer mehr als Störfaktor. Als sie jedoch mit ihren Kindern sprach und "Halo" mit ihnen spielte fand sie heraus, dass sie sich in ihrer Hysterie verfing. Mittlerweile sieht sie dieselben Darstellungen als harmlos an. Tyre widerspricht sogar den bekannten Spielekritiker Lt. Col. Dave Grossman in seinen Behauptungen, dass Videospiele Mörder erziehen würden.

"Für Jüngere ist es absolut normal über Gewalt nachzudenken und drüber zu sprechen. Es bedeutet nicht, dass sie es auch werden." Damit spricht sie der riesigen Spielergemeinschaft direkt aus der Seele, die bisher mehr oder weniger ungehört genau dieses Argument hervorbrachten. Man kann sogar noch weiter gehen und sagen, dass Gewalt in der Natur der Menschen liegt und Videospiele ein Medium sind, diese - in der Realität - friedlich auszutragen.

Kommentar:

Man kann nicht erwarten, dass ein einziges Buch alle Spielekritiker umstimmen wird. Aber allein die Tatsache, dass eine so nominierte Autorin, wie Tyre über ihre Ansichten spricht und das Buch zudem zu einem New York Times Bestseller wurde beweist, dass diese Idee und Ansicht gehört wurde. Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass im prüden Amerika viele doch sehr konservative Kritiker auf eine Frau hören werden, aber zumindest hierzulande hat man nun eine weitere anerkannte Quelle im ewigen Kampf gegen Unterdrückung und Zensur selbsternannter Spezialisten. Schließlich wird von ihnen ebenfalls gefordert, dass die Jugend mehr lesen solle. Könnten sie nämlich jetzt auch mal tun! (_Benny_)

(via Destructoid, thx!)

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31 Reaktionen aus dem gulli:Board

Chronic213 am 19.02.2009 12:24:07:
naja gewaltspiele braucht niemand. und gewalt gibts zu 99% nur aus einem grund. geld. wenn es kein geld gäbe, gäbe es auch keine materielle eifersucht, keine armut, kein hunger, keine sklaverei (sklaven müssen versorgt werden mit einem zimmer, was zu essen, medizin; wirtschftliche sklaven versor...

forgiveme am 19.02.2009 15:40:51:
Trotzdem gibts noch Rache, Neid etc. und die Lust an Gewalt. Gäbs Gewalt nicht in Videospielen würds einfach mehr Fights auf der Straße und in der Schule geben, irgendwo muss man sich ja abreagieren....

Schattenlos am 22.02.2009 22:25:27:
Dazu passt auch die Beobachtung von Biologen, die besagt, dass körperliche Gewalt und Kleinkriminalität bei männlichen Primaten innerhalb der Pubertät vollkommen normal ist und zum Ende der Pubertät (beim Menschen mit ca. 20) auf ein wieder zurückgeht....

 

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