Die Gruppe AFACT, zu der unter anderem Universal Pictures, Warner Bros Entertainment, Paramount Pictures, Sony Pictures Entertainment, Twentieth Century Fox Film Corporation und Disney Enterprises, Inc. gehören, wirft dem ISP vor, dass er keine angemessenen Schritte gegen Copyright-Verletzungen in seinem Netzwerk unternommen habe. Für angemessen hält AFACT, die Internetverbindung von angeblichen Rechteverletzern zu kappen.
Da iiNet diese Maßnahme nicht ergriffen habe, mache sich der ISP selbst der Copyright-Verletzung schuldig, indem er sie erlaube, argumentiert AFACT. Die bedeutendste Anschuldigung gegen iiNet musste die Allianz aber bereits vor kurzem fallen lassen. Der Vorwurf, das Unternehmen verstoße selbst direkt gegen das Copyright, indem es die von AFACT geforderten Maßnahmen nicht durchführe, fand vor Richter Dennis Cowdroy keine Gnade. AFACT musste sich von diesem Teil der Anklage verabschieden und die durch sie entstandenen Kosten von iiNet begleichen.
Übrig bleibt die Forderung, den Provider für die Copyright-Verstöße seiner Kunden zu belangen. Die AFACT, die auch schon einmal illegale Downloads mit Heroin verglich, geht dabei alles andere als zimperlich vor. iiNet solle doch zugeben, dass seine Kunden Piraten seien, und den Gerichten die Arbeit ersparen, polterten die Kläger. Man habe Beweise für "zehntausendfache Copyright-Verletzungen" vorgelegt. Der Unternehmenschef Michael Malone ist allerdings nicht geneigt, dieses Spiel mitzumachen: "Wenn sie kommen und sagen, dass eine Person Piraterie begeht, dann ist es ihre Pflicht, das zu beweisen", stellte er in seiner Antwort klar. Wie das Gericht in dieser Angelegenheit denkt, wird frühestens am 9. Juni geklärt. Dann treffen sich beide Parteien wieder vor Gericht. (Simon Columbus) (via TorrentFreak, thanks!)
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Special1978 am 19.05.2009 07:16:20: |
Chronoton am 19.05.2009 10:55:36: |
alexurus am 20.05.2009 02:28:48: |