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06. April 2005

Aus dem Gulli, 6.4.05

Was im Siphon hängenblieb

TP berichtet über neues Notwehrgesetz in Florida

In Florida dürfen die Bürger inzwischen nicht nur in ihrem Auto und auf ihrem Grundstück Leute erschießen, von denen sie sich bedroht fühlen, sondern nun auch in der Öffentlichkeit. Die Lizenz zum Töten befugt nun dazu, dass "...derjenige, der nur Grund hat, davon auszugehen, dass er oder ein Anderer angegriffen werden könnte oder dass damit die Begehung einer Straftat verhindert wird, ... sich verteidigen und dabei auch straflos den Angreifer töten (darf)...", so die TP.
Inwieweit unter "Straftaten" auch beispielsweise das Führen von Angriffskriegen zählt, ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Die Frage, ob man beispielsweise den amerikanischen Präsidenten Bush in Florida nun auf ganz legale Weise erschießen darf, sollte nach der neuen Gesetzgebung gegebenenfalls nochmals diskutiert werden, um Missverständnisse zu verhindern.

Der neue Papst ist nur ein Mausklick entfernt

Die Kandidaten für die Nachfolge Johannes Pauls des Zweiten sind inzwischen auch im Netz erreichbar - über ihre persönlichen Webseiten wie auch über diverse Fanclubs. Reuters vermeldet, dass beispielsweise der Bombayer Kardinal Ivan Diaz einen Betservice für seine Schäfchen bereitstellt. Der österreichische Kardinal Schönborn veröffentlicht Reden, Predigten und Zitate. Zuletzt reiht sich ein Fanclub des deutschen Kardinals Ratzinger in die obskure Liste ein. Lesenswert dort auf jeden Fall die FAQ, in der unter anderem erklärt wird, Ratzinger sei weder der Großinquisitor noch ein Nazi. Was ja auch endlich einmal gesagt werden musste.

Domainrennen in Österreich zu Ende

Nachdem Jörg Haider die neue Rechtspartei BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) gegründet hatte, wollte er offenbar Ärger mit Fakes vermeiden - die FPÖ-Seite fpoe.at wurde beispielsweise einige Zeit unter fpo.at (down) persifliert. bzoe.at, bzoe.org und bzoe.co.at gehören nun bereits der BZÖ, so Futurezone. bzoe-wien.at dagegen habe die Grüne Jugend gekapert.
Mit etwas Glück hat Haider nun vielleicht weniger Erreichbarkeitsprobleme wie zuletzt die FPÖ. Was seine Nummer-Sicher-Politik in Bezug der Domainnamen angeht, muss er sich jedoch eine gewisse Schlafmützigkeit vorwerfen lassen - die seinen Zielen völlig kompatible und durch eine Aktion Christoph Schlingensiefs bereits populäre Domain auslaenderraus.at ist momentan immer noch zu haben.

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