gulli: Aus dem Gulli, 28.7.
28. Juli 2005

Aus dem Gulli, 28.7.

RIAA: "Wir warens nicht" - Uni verbietet iPod-Werbung - Taschen gegen Personenkontrollen

RPGFilms geschlossen: die RIAA wars nicht

Nachdem gestern die Moviesite rpgfilms.net geschlossen wurde, deutete der auf der Seite veröffentlichte Text auf einen Close durch die RIAA hin - allein, die Piraterieverfolger der amerikanischen Musikindustrie streiten jegliches Vorgehen gegen die Seite ab, auf der per 3D-Games erstellte, mit Musik unterlegte Filme angeboten wurden. Jenni Engebretsen von der RIAA gab heute auf Nachfrage bekannt, der Close habe nichts mit ihnen zu tun, es seien keinerlei juristischen Schritte gegen die Movieseite unternommen worden. Die Takedown-Notiz sei gefaked, auch wenn sie vermutlich auf ein echtes RIAA-Anschreiben zurückginge. Ob die RIAA zukünftig gegen ähnliche Seiten vorgehen wollte, konnte Engebretsen dagegen nicht beantworten: "Wir beschäftigen uns nicht mit Zukunftsvoraussagungen".

Uni Washington: iPod-Webung stört beim Napstervermarkten

Der Ausverkauf der Unis hat begonnen: im Rahmen eines Vertrags mit Napster hat die Uni Washington jegliche Werbung für Hardware der Konkurrenz verboten. Die Universität zahlt Napster die Kleinigkeit von 24.000 Dollar, dafür können die Studierenden das Napster-Musikabo für acht Monate nutzen. Indessen: ob sie dies wollen und ob sie mit dieser Verwendung ihrer Studengebühren einverstanden sind, wurden sie nicht gefragt.
Der Rechnerhersteller Dell steuert dieselbe Summe an Napster bei: dafür wird dem Konzern das Exklusivrecht zur Vermarktung unter anderem seines Players auf dem Campus eingeräumt - Werbung für den Marktführer iPod wird damit verboten. Darüberhinaus werden zwei Dell-Verkaufsstände auf dem Campus entstehen sowie Dell-"Informationen" auf der Homepage der Uni angeboten. Eine Fallstudie, die an der Uni durchgeführt wird sowie eine Email-Werbekampagne unter den Studierenden runden den Ausverkauf der Uni ab.

4th Amendment: Taschen gegen Personenkontrollen

Europa hat es (bislang) noch besser: in New York werden aktuell willkürliche und unbegründete Personenkontrollen in U-Bahnen durchgeführt. Nun deckt sich das nicht wirklich mit dem vierten Verfassungszusatz der USA, in dem solche Durchsuchungen verboten werden. Man kann sich nun beispielsweise informieren, wie man sich bei so einer Kontrolle verhalten kann - man kann aber auch gleich darauf hinweisen, dass nicht Terroristen, sondern Staat und Ermittler die Bürgerrechte abschaffen. Zum Beispiel mit hübschen Taschen.

4th-Amendment-Taschen

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