25. Juli 2005
Aus dem Gulli, 25.7.
Opera 8.02 ohne BitTorrent
Nachdem eine
Alpha von Opera 8.02 mit integrierter
BitTorrent - Unterstützung erschien, wurde nun vom Mitentwickler Tim Altman angekündigt, die Erweiterung würde es nicht in die
Releaseversion schaffen, mit BitTorrent - Unterstützung sei erst mit der 8.1 - Version des schlanken Browsers zu rechnen. Die 8.02 werde ein Bugfix-Release, zum Erscheinungsdatum gab Altman keinen Kommentar ab: man kündige nur die fehlende BT-Unterstützung vorab an, um Gerüchten vorzubeugen. Opera wäre der erste Browser, der den momentan beliebtesten
Filesharing- und Distributionsclient von Haus aus unterstützt.
Der Krieg gegen den Terror auf der Bourne-Shell
Mittels einer Reihe von Shellkommandos lassen sich durchaus komplexe, politische und militärische Geschehnisse erstaunlich doppelbödig bis zynisch darstellen - natürlich darf das unvermeidliche directory bin/laden/ nicht fehlen, aber wem beispielsweise
$ rmdir Taliban
rmdir: directory "Taliban": Directory not empty
$ cd Taliban
$ ls -a
. .. .insurgents
$ chown -R USA .*
chown: .insurgents: Not owner
oder
Conflicting package Wahhabism found in /midde_east/Saudi_Arabia
Packages Church and State must be installed separately
ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, sollte die komplette bash-history lesen.
US-Staatsanwalt wittert neuen Spiele-Sexskandal
Nach GTA San Andreas landeten nun die Sims auf dem Radar der us-amerikanischen Sittenwächter. Zur Behauptung, das für Kinder und Jugendliche ab 13 freigegebene Simulationsspiel sei ein "Paradies für Pädophile", verstieg sich der Staatsanwalt Jack Thompson aus Miami. Grund: Man könne die Verwischungen mit einem Patch entfernen, welche bei nackten Sims Genitalien und Brüste unkenntlich machen. Das Spiel enthalte "Nacktheit, eingeschlossen Brustwarzen, Penisse, Schamlippen und Schamhaare", und sei diesbezüglich weitaus schlimmer als GTA. Da man auch noch die Sim - Kinder per Patch ausziehen könne, sei das Spiel darüberhinaus eine Fundgrube für Pädophile, die in der Simulation gar Nachforschungen für realen Missbrauch betreiben könnten, so Thompson.
Nun seien das nach Angaben des Herstellers EA zwar schwerwiegende Vorwürfe, allein, nichts davon sei wahr. Würde man die Pixelverzerrung vor den Körperregionen entfernen, die Thompson offenbar großes Unbehagen machen, so würde man darunter rein nichts zu sehen bekommen - im schönstem Barbie- und Ken-Style kämen die Sims völlig ohne Genitalien aus. Indessen: Dass die Pixelverzerrung vorhanden sei, sei laut Thompson ein Beleg dafür, dass selbst das Barbie-Ken - Erscheinungsbild für EA unangemessen scheine und Sex und Nacktheit offensichtlich mit EAs Duldung im Spiel hergestellt werden könne.
EA sieht indessen keinen Handlungsbedarf. Dass andererseits ein völlig gestörtes Verhältnis zu Körperlichkeit und Sexualität durch einen geeigneten Psychiater behandelbar ist, wäre dagegen mehr als wünschenswert.
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