Ares 1.89 - Botnet still alive - Selbstanzeige durch Sober.Y
Ares Galaxy, 1.89
Herrenloses Botnetz wächst weiter
Im Oktober wurden in den Niederlande zwei Betreiber eines Botnetzes festgenommen, das nach damaligem Stand der Ermittlungen aus 100.000 Rechnern bestand. Die trojanerverseuchten Zombies wurden für Phishing- und Spamzwecke genutzt. Die Größe des Netzes wurde jedoch stark unterschätzt: eher 1,5 Millionen Rechner seien Teil des Botnetzes gewesen, wie sich herausstellt, Sicherheitsexperte Bruce Schneier konstatierte nun, dass die Zahl nach wie vor wachse. Auch ohne Steuerung durch die Betreiber versuchten die infizierten Rechner weiterhin, andere Maschinen anzustecken. Das Dilemma: er hält es für unwahrscheinlich, dass mittels der beschlagnahmten steuernden Rechner jemand auf Ermittlerseite versuche, das Botnetz quasi zur Selbstzerstörung zu bewegen. Das Risiko, mit eben 1,5 Millionen Zombierechnern eine kleinere Netzkatastrophe auszulösen, sei zu hoch.
Selbstanzeige nach Sober.Y
Das Fazit "Nicht immer sind Mail-Würmer so "schädlich" wie allgemein
angenommen" zieht die Paderborner Polizei anläßlich der Selbstanzeige eines Sober.Y - Opfers, der den Begleittext des Trojanermails ernstnahm, man habe ihn beim Besuch "illegaler Seiten" beobachtet. Weil er kinderpornografisches Material auf seiner Festplatte hatte, erstattete er Selbstanzeige. Zu der ist bei gelinde gesagt unsicherer Faktenlage jedoch nach wie vor nicht zu raten. Denn ähnliche Vorfälle sind durchaus schon beobachtet worden: bereits vor Jahren gab es den Fall der Selbstanzeige des Users eines Szeneboards, nachdem er von der vorgeblichen Boardschließung durch die BSA erfuhr. Es handelte sich dabei nicht um das gulli:board, von dem es 2002 ähnliches zu lesen gab, aber der Hintergrund der Schließung war derselbe: der 1. April.