21. September 2005
Aus dem Gulli, 21.9. (2)
Innovatives Shopkonzept: Buy it, burn it, return it
Ein hübsches Geschäftsmodell dachten sich die Betreiber von Scotti's Record Shops aus New Jersey aus: Wenn sich die Kundschaft ihre CDs ohnehin brennt bzw. auf den Rechner kopiert, kann sie die Tonträger ja auch gleich wieder zurückbringen. Mit dem Slogan "Buy it, burn it, return it" gaben die Betreiber ihren Kunden die Möglichkeit, bis zu 10 Tage nach Erwerb die gekaufte CD wieder zurückzubringen und dafür 70% des Kaufpreises als Gutschrift zu erhalten.Nun hat sich die RIAA eingeschaltet - erstaunlich zahm. Man stehe in Verhandlungen, verlautet es im
Wall Street Journal, und sei zuversichtlich, gemeinsam neue Geschäftsmodelle erarbeiten zu können. Die Scottis hingegen haben wenig Interesse daran, von ihrem Slogan abzurücken - er beschere ihnen größere Umsätze und führte auch zu mehr Verkäufen: die Kunden würden eine CD eher kaufen, wenn sie wissen, im Zweifelsfall können sie sie auch wieder zurückgeben. Man fragt sich, womit die RIAA dann eigentlich ein Problem hat...
Happy Birthday, Bug!
Der Bug ist 60 - heute schlichtes Synonym für einen Programmfehler, war der erste offiziell dokumentierte Bug tatsächlich ein solcher. Im September 1945 behob Grace Murray Hopper einen Fehler in einem Mark I - Röhrenrechner an der Long Island University: eine Motte (englisch Bug für "Insekt") hatte ein Relais lahmgelegt. Die archivierte Motte war lange Zeit im Besitz des Naval Surface Weapons Center, heute ist sie am Smithsonian Institute archiviert. Bilder kann man sich jedoch auch im Netz betrachten, eine Erklärung und eine Kurzfassung der Geschichte des ersten Bugs findet sich natürlich auch bei Wikipedia.
Sin City - Werbung verboten, tote Föten erlaubt
Zugegeben, das eine ist in Großbritannien passiert und das andere in den USA. Aber dass Werbung von Sin City verboten wird, nachdem sie als "zu gewalttätig" eingestuft wurde, und auf der anderen Seite des Atlantiks im Namen der Anti-Abtreibungspropaganda LKWs mit überdimensionierten Bildern toter, abgetriebener Föten herumfahren, läßt einen bisweilen wieder ein wenig an der Menschheit zweifeln.
Die gute Nachricht zum Schluss
Nachdem überraschend DVDshrink eingestellt und die Homepage aus dem Netz genommen wurde, kann heute erfreulicherwesie vermeldet werden, dass wohl ein Hoster gefunden werden konnte, der sich nicht sonderlich für den DMCA interessiert. Die Seite ist wieder unter der gewohnten Adresse erreichbar.