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15. April 2005

Aus dem Gulli, 15.4.

Was im Siphon hängenblieb

president@whitehouse.gov - Emails höchstwahrscheinlich Fakes

Bisweilen landen ja Mails mit entsprechender Absenderadresse in den Spamfiltern. Wer noch grübelt, ob dabei doch wichtige Verlautbarungen des amerikanischen Präsidenten übersehen werden könnten, kann nun beruhigt aufatmen - George W. Bush würde keine Emails schreiben, nicht einmal an seine Töchter. Er habe Angst, dass "persönliche Informationen" publik werden könnten. Es brauche einen gewissen Respekt vor dem Privaten, so der Präsident auf einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Informationsfreiheit. Wie sich das mit den Einschnitten in die Privatsphäre durch den Patriot Act und den Gesetzen zur Homeland Security vertrage, erläuterte Bush nicht.

Seltsame Statements bei Cult of the Dead Cow

Mit Back Orifice wurden sie berühmt, seitdem war es häufig still um die Hacker vom Cult of the Dead Cow. Auf ihrer Webseite erscheinen dagegen regelmäßig einige Betrachtungen, von denen schon alleine die Erklärung ihres Namens seinerzeit ein großes Stück Text war.
Vor kurzen wurde ein Interview lobend erwähnt zum Thema Arier in Paraguay, Bewußtseinsveränderungsmaschinen und Orgonenergie, das stutzig machen läßt, aber wir haben schließlich alle unsere Hobbies, und es kam Burroughs drin vor, dem man neben seiner Scientologybegeisterung auch durchaus Positives nachsagen kann.
Nun legt der Dark Sorcerer mit einem weiteren mehr als wirren Text nach, in dem er zu Beginn seinem Unverständnis darüber Ausdruck verleiht, das das Hakenkreuz in Europa verboten sei und Pornografie bis hin zum Tiersex erlaubt. Was nun in dieser Form zum einen nicht stimmt, wenn dann die Erotisierung Europas mittels wirrer Esoteriker analysiert wird, um zuletzt festzustellen, die Welt sei momentan vom "feminimen Prinzip" beherrscht, kann man nur feststellen: es ist schon eine gute Sache, wenn Hacker Programme schreiben und die Intellektuellen philosophieren.
Aber trotz allem: Bow to the cow!

Vatikan vs. Stasi und Mafia

Der Vatikan werde augenblicklich verstärkt durch Techniker kontrolliert: Abhöranlagen und Sicherheitslecks sollen gefunden werden, welche die Geheimhaltung ud Nichtbeeinflussung der anstehenden Papstwahl gefährden könnten. So weit, so gut, spannend werden die Gegenspieler, die der Inquirer nennt und die Information aus dem Vatikan heraus- bzw in ihn hineinbringen könnten: die Stasi habe selbst in den päpstlichen Privaträumen die Installation von Wanzen hinbekommen, bezüglich umgekehrter Informationsflüsse wird befürchtet, dass seitens der Mafia einigen Kardinälen bezüglich ihres Wahlverhaltens Vorschläge gemacht werden, die sie nicht ablehnen könnten.

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