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12. November 2008
Atomtechnik Der Reaktor für den Hausgebrauch kommt!Nein, das ist leider kein Aprilscherz: Der Miniatur-Kernreaktor wird innerhalb der nächsten 5 Jahre frei verkäuflich sein. Gleich mehrere Firmen, unter anderem der Branchenriese Toshiba, wollen es möglich machen: jedem seine ganz "persönliche" Atomkraft. Vergegenwärtigen wir uns folgendes Schreckensszenario: In der Titelgeschichte des Spiegels "Macht das Internet doof" (Heft 33/2008) konnte man lesen, dass Google darüber nachdenkt, eigene Serverfarmen auf schwimmenden Untersätzen hinaus über die 7 Meilen Zone zu ziehen, um sie überall verfügbar zu haben, dort wo sie gerade gebraucht werden auf der Welt. Dank Toshiba und anderen Mini-Reaktor-Herstellern gibt es dann auch die nötige leistungsstarke Energieversorgung. Außer Rechenleistung und Energieversorgung braucht es nicht viel und fertig ist der eigene Staat. Auf offener See oder in der Abgeschiedenheit einer Wüste braucht man sich dann nur noch an die eigenen Gesetze zu halten.
Da Strom zu jeder einzelnen Betriebsstunde produziert wird, ist die Gesamtenergieleistung 15 mal größer, als beim weltweit größten 150 Meter hohen 5 MW Windkraftrad. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 25 Millionen US-Dollar. Er erzeugt keine Treibhausgase, während des Betriebs und auch, wenn man die gesamte Herstellung berücksichtigt, kommt er auf viel weniger Kohlenstoff-Ausstoß als sogar bei der Wind-oder Solarenergie nötig sind.
Der Reaktor verwendet einen Uran-Hydrid-Kern, umgeben von Wasserstoffgas. Der Brennstoff ist nicht angereichert, d. h. er kann nicht verwendet werden, um eine nukleare Waffe herzustellen. Hyperion plant drei Fabriken für die Massen-Produktion der Reaktoren. Im ersten Schritt sollen die Kosten weiter gesenkt werden, im nächsten Schritt die Stückzahl gesteigert. Toshiba, Nummer 1 auf dem Atom-Markt in Japan, arbeitet auch an einem eigenen Mini-Kernreaktor, dem "4S". Laut Firmenangaben stehen die vier S für "super-safe, small, and simple" - also super sicher, klein und einfach. Der 4S basiert auf einem kleinen 10 MW Modell, das bis zu seiner Nachfüllung 30 bis 40 Jahre arbeitet. Der 4S ist Natrium-gekühlt, und nutzt flüssiges Lithium-6, um den Reaktor zu drosseln, anstelle der herkömmlichen Kontroll-Stäbe, die normalerweise die Geschwindigkeit der nuklearen Kettenreaktion regulieren und kontrollieren. Wie Hyperions Modell ist der Reaktor vollständig versiegelt und erfordert keinerlei Wartung während des Betriebs. Toshiba sagt, der Reaktor wird für weniger als 5 Cent pro kWh Strom herstellen. Eine Testversion des 4S ist geplant. Er soll 2012 in Alaska in einem Dorf namens Galena ans Netz gehen. Toshiba plant, den 4S danach für den Verkauf in Nordamerika und Europa anzubieten. Auch die Startup Firma NuScale arbeitet an einem eigenen Mini-Reaktor-Design. Schon 2005 sagte ein Fachmann von www.atomicinsights.com Bezug nehmend auf den Toshiba S4:
Und auch wenn die Firmen die Entsorgungsfragen schleifen lassen - das Zeug strahlt ja nur eine Million Jahre - Power to the People! hat schlagartig eine ganz andere Bedeutung. (double screening) (via dailytech Danke!) Verwandte News
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Zitat: Zitat von am0kk Fallout! Ich bin verrückt nach diesem Spiel Nee mal im Ernst. Ich hätte auch gerne so einen Reaktor, dann wäre ich von den Stadtwerke-Haien unabhängig Vielleicht schaffe ich es damit im Dunkeln zu strahlen, dann kann ich auch auf den Lichtschalter verzichten. Hurra. So long. -FTW- Aufjedenfall Das Problem ist blos die Resonanz* (richtig geschrieben ?). Selbst wenn ... ultimaZ am 11.02.2009 19:11
Dazu fällt mir spontan nur ein: Schau mal Dicki: Wir bauen uns ein Atomkraftwerk! Da sind Bäume und Häuser und Kühe, die möchten gerne ein schönes Atomkraftwerk haben BoMb_ am 12.02.2009 16:47
Zitat: Zitat von kilobyte Doch, gibt es! Brennstoffzelle, ist zwar noch nicht ganz so weit entwickelt wie AKWs aber wird immer besser, die neuen deutschen U-Boote laufen alle mit Brennstoffzelle. Sind im Übrigen die leisesten, leistungsfähigsten U-Boote auf der Welt, weit besser als die Amerikanischen schrottigen Atommülltransporter Im übrigen braucht man dafür nur Wasser! Mit ein bissl Strom (Windenergie) ... Druid am 16.02.2009 08:58
Zitat: Zitat von Cloud10 Warum bedenkt hier niemand das Risiko? Das ist noch immer radioaktives Material, das von Zeit zu Zeit ersetzt werden muss. Wie soll dieses Material dann zu den jeweiligen Reaktoren kommen und der Atommüll dann zum nächsten Lagerort? Wollt ihr das Zeug wirklich auf der Straße haben? Man sieht doch was wieder los war beim Atommülltransport... Außerdem denke ich das man vor allem auch an den ... Druid am 16.02.2009 09:08
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