Nach der derzeitigen Situation sollen die Online-Angebote von ARD und ZDF stark eingeschränkt werden. Webinhalte würden nur noch "sendungsbezogen zulässig" sein. Das hätte weitreichende Folgen für den öffentlich rechtlichen Rundfunk. Damit würden laut dem NDR-Magazin Zapp neben den sog. "Dossiers", die weiterführende Informationen zu bestimmten Themen liefern sollen, auch Internetportale wie planet-schule.de unzulässig, da diese sich auf keine konkrete Sendung beziehen. Das "tagesschau.de Blog" wäre ebenfalls genauso verboten wie Nachrichten bei tagesschau.de, welche nicht im TV ausgestrahlt wurden.
Eine ebenso starke Einschränkung würde die "7-Tage-Regelung" bedeuten. ARD und ZDF müssten ihr Material demnach nach spätestens einer Woche aus dem Netz nehmen. Damit wären keine Archive möglich und keine Suche nach älteren Nachrichtenartikeln. ZDF-Intendant Markus Schächter geht auf die Barrikaden.
"Wer im Jahr 2008 den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern Textbeiträge im Internet verbieten will, schadet dem publizistischen Wettbewerb."
Freuen tun sich lediglich die Zeitungsverleger. Diese sehen den öffentlich rechtlichen Rundfunk nicht eingeschränkt, sondern gar gestärkt. "Der Staatsvertragsentwurf erweitere vielmehr den Online-Auftrag von ARD und ZDF hin zur sog. dritten Säule, indem er sendungsunabhängige Videos und Audiobeiträge erlaube." So der Verband Deutscher Zeitungsveleger (VDZ) in einer Pressemitteilung. Der VDZ hatte bereits in der Vergangenheit vermehrt die Online-Angebote von ARD und ZDF kritisiert.
Der ARD-Vorsitzende Fritz Raff sieht den öffentlich rechtlichen Rundfunk dagegen von den privaten Medien bedroht:
"Das Internet gehört allen und nicht nur denen, die dort Milliardenbeträge umsetzen wollen. Gerade hier braucht die Gesellschaft auch Angebote, die nicht nur von Gewinninteressen bestimmt sind."
(Bericht: Malo)
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ENRIC0 am 26.04.2008 04:15:01: |
Schattenspieler am 27.04.2008 17:02:14: |
ENRIC0 am 28.04.2008 02:05:44: |