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28. März 2007
APRIL Gegen DRM-Umgehungsverbot in FrankreichDas geplante DAVIDSI-Gesetz in Frankreich sieht unter anderem vor, allein den Besitz von DRM-Umgehungssoftware mit bis zu 750 Euro Geldstrafe zu belegen. Die "Association pour la Promotion et la Recherche en Informatique Libre" (APRIL) wendet sich gegen die geplante Gesetzgebung. Verboten würde der "Besitz zum persönlichen Gebrauch einer technischen Vorrichtung, einem Gerät oder einer Komponente, die speziell dazu gestaltet oder gezielt angepasst wurde, um DRM zu umgehen". Diese Einschränkungen seien immerhin nicht anzuwenden, wenn den "Rechteinhabern kein Schaden entsteht und (die Technik) zum Zweck der IT-Sicherheit oder wissenschaftlicher Forschung zu Kryptographie eingesetzt wird". Als DRM wurden beispielsweise bereits Autostart-Files auf CDs bezeichnet, die man mit simplem Deaktivieren von Autostart oder mit gehaltener Shift-Taste umgehen konnte. Ein Gerät zum Umgehen von DRM kann auch ein Filzstift sein, mit dem die DRM-Session auf einer CD übermalt werden kann. Nicht, dass das Gesetz für Filzstifte gelten würde: aber die Problematik wird angesichts fließender Übergänge zwischen simplen Tools und "gezielt angepasster Technik" deutlich. Konsequenterweise warnt APRIL auch vor der Kriminalisierung von Bürgern, denen ihr Vergehen nicht einmal bewusst ist. Es gibt reihenweise schlechte DRM-Technik, die auch von Standardapplikationen schlicht ignoriert wird. Ironisches Detail am Rande: ausgerechnet Parlament, Politik und Strafverfolger könnten die Ersten sein, die angesichts des geplanten Gesetzes mit Strafverfolgung rechnen müssten. Zahlreiche Behörden und öffentliche Einrichtungen seien in den vergangenen Jahren auf Open Source umgestiegen. Einige Polizeiabteilungen und Gerichte seien schon auf die freien Betriebssysteme umgestiegen, das Unterhaus hat die Migration auf Open Source ebenfalls vor einiger Zeit beschlossen. Verwandte News
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