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22. März 2005

Apple stellt den iTunes-Hack per Zwangsupdate ab

Neue Abspieleinschränkungen nun doch für alle Kunden

Nachdem mit PyMusique ein Tool zur Verfügung stand, mit dem sich bei iTunes Musik ohne DRM-Beschränkungen kaufen ließ, verdonnert nun Apple seine Kundschaft zu einem iTunes-Zwangsupdate - mit Versionen unter der aktuellen 4.7 kann im iTunes-Musicshop nicht mehr eingekauft werden.

Die kurze, schöne Zeit, in der man unkastrierte Musik im iTunes-Shop erwerben konnte, sind damit vorerst wieder vorüber. PyMusique wurde von einem Trio um den durch seinen DeCSS-Hack bekannten Jon Johansen entwickelt und erlaubte das Kaufen von Musik im iTunes-Shop, für welche nach dem Download verhindert wurde, dass die iTunes-Software den systemspezifischen Kopierschutz in die Datei einbauen konnnte. Auch der erneute Download von bereits im Shop gekaufter Musik, nur ohne DRM, war mit dem Tool möglich.

Laut Apple seien ohnehin nur 15% der Kunden von dem Zwangsupdate betroffen. Dies ist eine seltsame Abwiegelungsstrategie, nachdem Apple erst vor kurzem die Rechterestriktionen seiner iTunes-Software deutlich verschärft hatte und damit Leuten, die Musik zu bestimmten Konditionen gekauft hatten, diese nachträglich einschränkte - unter anderem mit dem Hinweis, niemand würde ja zum Update auf die nächste iTunes-Version mit der eingeschränkten Rechteverwaltung gezwungen. Das wird jetzt immer noch niemand - aber wer momentan seine bei iTunes gekaufte Musik zu den Bedingungen abspielen will, zu denen er sie gekauft hat, hat im iTunes-Shop bis auf weiteres Hausverbot. Als Online-Musikkunde sollte man sich an Restriktionen, Kriminalisierung und nachträgliche Kaufvertragsänderungen mittlererweile einfach gewöhnen. Und dafür in Zukunft mehr bezahlen.

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